Aktionsprogramm EnergieeffizientER und Energiewende ERlangen

Stand: 31.08.2022
Bereits 2008 erkannte die Stadt Erlangen die Dringlichkeit eines wirksamen Klimaschutzes und beschloss das „Aktionsprogramm EnergieeffizientER“.

Kernpunkte sind Energieeinsparung, Steigerung der Energieeffizienz und Nutzung erneuerbarer Energien: „Eine wesentliche Bedingung für wirksamen Klimaschutz in Deutschland ist die Umsetzung vor Ort in den Städten und Gemeinden. Um die von der Bundesregierung anstrebten Ziele zu erreichen, sind daher weitere Maßnahmen und Schritte auch in Erlangen mittel- und langfristig erforderlich, wobei alle Akteure in der Stadt ihren Beitrag leisten sollen.“

Aufbauend auf das Aktionsprogramm EnergieeffizientER von 2008, steckte sich die Stadt Erlangen 2012 mit dem Programm „Energiewende ERlangen“ ehrgeizige Ziele und ergänzte die Maßnahmen von 2008:

  • KWK-Anlagen (Strom) - 50% des Strombedars mittels hocheffizienter KWK Anlagen bis 2030
  • Regenerative Energie (Strom) - 50% des Strombedarfes auf Basis regenerativer Energien bis 2030
  • Regenerative Energie (Wärme) - Vollständige Umstellung auf regenerative Energien in der Wärmeversorgung bis 2050
  • Energieeffizienz - Senkung des Energieverbrauchs um 22% gegenüber 1991 bis 2025
  • CO2-Einsparung - Senkung der CO2 Emissionen um 22% gegenüber 1991 bis 2025

Zusammen mit dem Beschluss „Energiewende ERlangen“ ein stadtinterner Maßnahmenkatalog erarbeitet. Dieser Maßnahmenkatalog wird nun laufend angepasst und wurde auch für die Erstellung des Integrierten Klimaschutzkonzepts (2016) verwendet.

Inwieweit wurden die Ziele von 2012 bisher umgesetzt? (Stand 2020)

Der Ausbau der erneuerbaren Energien ging deutlich schneller voran als 2012 geplant. Sollten bis 2025 nur 50% des Strombedarfs aus erneuerbaren Energieen stammen, sind es 2019 bereits knapp 80% (ESTW 2020). Durch den hohen Anteil von grünem Strom konnten auch die CO2 Emissionen der Stadt zwischen 1990 und 2014 um 24% gesenkt werden (Integriertes Klimaschutzkonzept 2016). Damit ist das gesetzte Ziel des Aktionsprogramms EnergieeffizientER bereits neun Jahre früher erreicht als geplant. Anders sieht es jedoch bei den Einsparungen des Endenergieverbrauchs aus. Statt einer Minderung des Energieverbrauchs stieg dieser von 1990 bis 2014 um 14% an. In diesem Bereich ist also noch viel zu tun.