Innenstadt als vielfältigen Begegnungsort erhalten

Stand: 10.01.2024

Die Erlanger Innenstadt ist ein zentraler Ort der Begegnung mit vielfältigen Nutzungen. Gleichzeitig verändern sich Handel, aber beispielsweise auch Anforderungen an Büro- und Geschäftsräume.

Um diesem Wandel gerecht zu werden, will die Stadt bestehendes Baurecht nachjustieren. Entsprechend hat der Stadtrat das 1. Deckblatt zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 383 und das 4. Deckblatt zum Bebauungsplan Nr. 317 - Kerngebiet Nürnberger Straße gebilligt. Durch die beiden Deckblätter soll künftig ab dem 2. Obergeschoss eine Wohnnutzung als ausnahmsweise zulässig erklärt werden. Die Erdgeschosszone soll hingegen als zentraler Verkaufsbereich gestärkt werden.

Bestimmte Arten von Vergnügungsstätten nicht vollständig ausgeschlossen


Ergänzend wird durch die Deckblätter das Vergnügungsstättenkonzept der Stadt Erlangen umgesetzt. In der Innenstadt sollen und können bestimmte Arten von Vergnügungsstätten nicht vollständig ausgeschlossen werden. Sie tragen zur Angebotsvielfalt bei und haben aus städtebaulicher Sicht eine Daseinsberechtigung in der Innenstadt. Daher sind Toleranzgebiete bzw. Toleranzgebiete mit Einschränkungen für die Innenstadt definiert. 

Für den westlichen Bereich der Nürnberger Straße wird deshalb eine geschossbezogene Beschränkung festgesetzt. Vergnügungsstätten sind hier in den Unter- und Obergeschossen, jedoch nicht im Erdgeschoss zugelassen. Diese Regelung soll dazu dienen, die Dichte sowie die Attraktivität und Vielfalt des Einzelhandels- und Dienstleistungsbesatzes in diesem zentralen Bereich der Innenstadt zu bewahren. Hingegen sind die Flächen im östlichen Bereich der Nürnberger Straße nicht als Toleranzgebiet definiert, wodurch dort Vergnügungsstätten ausgeschlossen sind.

Beteiligung der Öffentlichkeit

Die Stadt Erlangen setzt mit diesen gezielten Änderungen in den Bebauungsplänen auf eine ausgewogene Entwicklung und den Erhalt eines lebendigen Stadtkerns als attraktiven Anlaufpunkt für Bewohner und Besucher. An den Billigungsbeschluss schließen sich die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit sowie die frühzeitige Beteiligung der Behörden an. Unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden erstellt die Verwaltung einen Planentwurf, der die Planungen weiter konkretisiert und genauere Festlegungen enthält.