Parkhaus am Großparkplatz ab Mai gesperrt

Stand: 25.01.2023

Ab dem 1. Mai kann das Parkhaus am Großparkplatz (Parkplatzstraße) wegen statischer Mängel nicht mehr genutzt werden. Dies hat das Referat für Planen und Bauen der Stadtverwaltung am Dienstag dem Umwelt- Verkehrs und Planungsausschuss des Erlanger Stadtrats mitgeteilt.

Derzeit sind in dem Parkhaus noch rund 240 Stellplätze vermietet, ein großer Teil an das Universitätsklinikum. „Bis zur Schließung des Parkhauses wird die Stadtverwaltung Alternativen für die bisherigen Nutzungen prüfen. Ein wichtiger Aspekt bleibt dabei die Anbindung der Parkmöglichkeiten für die Mitarbeitenden des Universitätsklinikums an die Kliniklinie“, sagte Oberbürgermeister Florian Janik. Für den Abriss laufen nun die Planungen an. Er soll so rasch wie möglich erfolgen, realistisch scheint eine Umsetzung derzeit Anfang 2024. Für den Abriss des Parkhauses veranschlagt das zuständige Tiefbauamt nach einer ersten Annahme Kosten von rund 1,5 Millionen Euro, die für den städtischen Haushalt nachgemeldet werden müssen. Parallel zum Abriss soll Ersatz geplant werden. So liegen Anträge aus dem Stadtrat vor, ein Interimsparkhaus zu prüfen. Denkbar wären aber auch ebenerdige Parkmöglichkeiten.

Wegen des schlechten baulichen Zustands wird das Parkhaus am Großparkplatz seit 2011 jährlich einer Sonderprüfung unterzogen. Auf Grundlage eines Gutachtens zur Bewirtschaftung des Großparkplatzes durch die Firma Rödl & Partner entschied die Stadt 2015, von einer aufwändigen und unwirtschaftlichen Sanierung des Parkhauses abzusehen und es stattdessen so lange wie möglich zu nutzen. Auch in Hinblick auf die Entwicklung des Quartiers Regnitzstadt auf dem Großparkplatz wurde damals als Alternative zum Parkhaus ebenerdiges Parken als vorübergehende Lösung favorisiert. Die längerfristige Entwicklung des Quartiers sieht vor, durch Parkhäuser zusätzlichen Parkraum für die wichtige Verkehrsdrehscheibe in der Innenstadt zu schaffen.

Die jüngste Sonderprüfung des 1981 errichteten Gebäudes ergab erneut keine unmittelbare Einsturzgefahr. Für eine dauerhafte weitere Nutzung wären nun aber aufwändige statische und konstruktive Maßnahmen unabdingbar. Da diese Maßnahmen weder technisch noch wirtschaftlich umzusetzen sind, wird das Parkhaus nur noch bis Ende April genutzt. „Eine längere Nutzung ist aus Gründen der Verkehrssicherheit ausgeschlossen“, stellte Planungs- und Baureferent Josef Weber klar.