100 Jahre Stadtjugendamt Erlangen - Impulse und Begegnungen
Stand: 17.06.2026
Mit einer festlichen Veranstaltung im Redoutensaal würdigte das Stadtjugendamt am 06. Mai 2026 ein Jahrhundert Engagement für Kinder, Jugendliche und Familien.
Unter dem Motto „100 Jahre Stadtjugendamt Erlangen – Impulse und Begegnungen“ kamen zahlreiche Mitarbeitende, ehemalige Beschäftigte, Kooperationspartnerinnen und -partner sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung zusammen, um das Jubiläum gemeinsam zu würdigen.
Gleich zu Beginn wurden die Gäste auf eine spannende Zeitreise durch die vergangenen 100 Jahre mitgenommen. Ein eigens produzierter Film zeigte prägende Ereignisse aus den Jahren 1926 bis 2026, beleuchtete wichtige Entwicklungen in der Stadt Erlangen und zeichnete die Geschichte des Jugendamts nach. Historische Zeitstationen mit passend gekleideten Darstellerinnen und Darstellern machten die einzelnen Epochen zusätzlich lebendig und greifbar.
Die Amtsleiterin des Stadtjugendamts, Kerstin Knörl, eröffnete die Veranstaltung gemeinsam mit der Vorsitzenden des Jugendhilfeausschusses, Andrea Winner. In ihren Grußworten unterstrichen sie die besondere Bedeutung der engen Zusammenarbeit von Verwaltung und Jugendhilfeausschuss. Oberbürgermeister Jörg Volleth hob anschließend die zentrale Rolle der Kinder- und Jugendhilfe für das Aufwachsen junger Menschen in Erlangen hervor.
Auch fachliche Impulse kamen nicht zu kurz: Dr. Christian Lüders, Vorsitzender des Landesjugendhilfeausschusses, machte auf die wachsenden Anforderungen an die Jugendämter aufmerksam und appellierte an die Politik, die finanzielle Ausstattung der Jugendhilfe weiterhin im Blick zu behalten. Prof. Dr. Jutta Harrer-Amersdorffer beleuchtete in ihrem Fachvortrag die aktuelle Situation von Kindern und Jugendliche und die Herausforderungen der Kinder- und Jugendhilfe für die Zukunft.
Besonders eindrucksvoll waren die Einblicke in die praktische Arbeit der Jugendhilfe. Ein Video der Beratungsstelle KoKi zeigte, wie Familien in unterschiedlichen Lebenssituationen unterstützt werden. Bewegende persönliche Einblicke gab zudem eine ehemalige Klientin der stationären Jugendhilfe, die schilderte, welchen wichtigen Beitrag die Begleitung durch das Jugendamt für ihren erfolgreichen Lebensweg geleistet hat.
Für die musikalische Umrahmung sorgten zwei Kindergruppen: Eine Klasse der Pestalozzi-Grundschule sowie Kinder aus den Lernstuben der Zeiß-Straße und Max-Planck-Straße begeisterten das Publikum mit den Liedern „Das Licht“ und „Streitlied“.
Bei anregenden Gesprächen und vielen persönlichen Begegnungen fand die Jubiläumsveranstaltung einen gelungenen Ausklang. Die Gäste nahmen viele Anregungen und Impulse mit in ihre eigenen Wirkungskreise.