Archiv auf Achse: Spuren des Kolonialismus
Stand: 20.08.2026
"Mobile Gesprächsrunde" mit der Historikerin Theresa Winkovich und dem Stadtarchiv Erlangen
Samstag, 19. September 2026
Den Begriff „Kolonialismus“ verbindet man zunächst mit der großen weiten Welt, der internationalen Politik oder auch den bedeutenden deutschen Hafenstädten. Er bezeichnet „die Ausdehnung der Herrschaftsmacht europäischer Länder auf außereuropäische Gebiete mit dem vorrangigen Ziel der wirtschaftlichen Ausbeutung“. Die „Produkte“ dieser kolonialen Expansion, seien es „Kolonialwaren“, „Völkerschauen“ oder ein eurozentrisches Weltbild, rassistische Vorurteile und Vorstellungen von europäischer Überlegenheit, fanden ihren Weg in jeden Winkel auch des Hinterlandes. Kolonialismus war so alltäglicher Bestandteil des lokalen Lebens vor Ort. Auch in einer kleineren Stadt wie Erlangen lässt sich zeigen, wie stark koloniale Strukturen und rassistische Vorstellungen verbreitet waren und wie sie bis heute nachwirken.
Mit dieser kolonialen Geschichte und ihren Nachwirkungen wollen wir uns bei einem Stadtrundgang befassen und zum Austausch über postkoloniales Handeln und Denken anregen. Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit der Historikerin Theresa Winkovich erarbeitet, die intensiv zu den kolonialen Verflechtungen Erlangens forscht und ihre Ergebnisse einbringen wird. Der Rundgang ist Auftakt zu der neuen Reihe des Stadtarchivs „Archiv auf Achse“, bei der historische Spuren im Stadtraum mit beispielhaften archivischen Quellen zusammengebracht werden. „Archiv auf Achse“ ist keine klassische Stadtführung und versteht sich mehr als Vor-Ort-Gesprächsformat zu historischen Geschehen und dessen Fortwirken.
Zeit: Sa, 19.9.2026, 16.00-17.30 Uhr
Treffpunkt: Pauli-Brunnen auf dem Marktplatz
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung unter stadtarchiv@stadt.erlangen.de bzw. 09131/86-2885 ist erforderlich, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist (15 Ps.).