ENG: Neuer Chemietrakt und fünf neue Klassenzimmer
Stand: 14.08.2026
Am Emmy-Noether Gymnasium (ENG) in Bruck entsteht auf dem ehemaligen Lehrerparkplatz ein Neubau für den Chemietrakt und fünf weitere Klassenzimmer sowie eine offene Lernlandschaft im Obergeschoss.
Notwendig ist die Maßnahme durch die steigenden Schülerzahlen an den Gymnasien in Erlangen und bedingt durch die Rückkehr zum G9 in Bayern. Das Emmy-Noether Gymnasium wurde ausgewählt, das Defizit auszugleichen. Zukünftig sollen ca. 1.000 Schülerinnen und Schüler in 40 Klassen unterrichtet werden.
Bis Schuljahresbeginn im September 2027 soll der Neubau vollendet sein. Um die engen zeitlichen Vorgaben zu erfüllen und aufgrund des knappen Budgets, wurde die Entwurfs- und Genehmigungsplanung und auch die Ausschreibung als Funktionale Leistungsbeschreibung von der Stadtverwaltung in Eigenplanung ausgeführt. Mitte August wird der Rohbau nach nur 2 Wochen Montagezeit innerhalb der Sommerferien abgeschlossen sein.
Schlüsselfertige Ausführung
Die Leistungen für den Erweiterungsbau wurden Ende Februar 2026 an einen Totalunternehmer in Systembauweise (schlüsselfertige Ausführung inklusive Werk- und Montageplanung) vergeben. Durch einen hohen Vorfertigungsgrad reduziert sich die Beeinträchtigung des Schulbetriebs durch die Bautätigkeiten erheblich.
Der Zuschlag der Totalunternehmer-Ausschreibung ging an die Firma Goldbeck, welche mit einer Systembauweise aus Stahlstützen und Stahlbetonwand- und Deckenscheiben arbeitet. Witterungsunabhängig werden werksseitig die Bauteile gefertigt, vor Ort aufgerichtet und das Gebäude dann fertig ausgebaut.
Zweigeschossiger Neubau
Im 2-geschossigen Neubau (ohne Keller) entstehen rund 700 Quadratmeter zusätzliche Hauptnutzfläche, auf Wunsch der Schule Unisex-WCs sowie Lager- und Technikflächen. Der Erweiterungsbau ist über einen offenen überdachten Laubengang mit dem Bestandsschulhaus verbunden. Zur barrierefreien Erschließung des neuen Gebäudes wird ein Aufzug eingebaut.
Das Dach wird mit extensiver Begrünung als Retentionsdach ausgeführt. Das darüber hinaus anfallende Regenwasser wird vor Ort in Sickermulden aufgenommen. Auch eine Fassadenbegrünung ist geplant. Beheizt wird der Neubau über eine eigene Luft/Wasser-Wärmepumpe. Auf der Dachfläche kommt eine Photovoltaik-Anlage mit rd. 38 kW peak zum Einsatz. Die Be- und Entlüftung des Neubaus erfolgt in den Unterrichtsräumen über dezentrale Lüftungsanlagen.
Die Gesamtprojektkosten belaufen sich auf insgesamt rund 5,8 Millionen Euro (inklusive etwa 560.000 Euro für schulische Ausstattungen). Die Maßnahme wird durch eine FAG-Zuwendung mit voraussichtlich 2,23 Millionen Euro gefördert. Zudem soll eine Förderung im KfW-Programm Klimafreundlicher Neubau – Kommunen – Nichtwohngebäude in Höhe von rd. 70.000 Euro erfolgen.
Referat IV - Kultur, Bildung und Freizeit
Referentin: Anke Steinert-Neuwirth