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Europäische Charta der Gleichstellung – Stadt ist neues Mitglied

Stand: 23.02.2026

Nach dem einstimmigen Beschluss des Stadtrates am 27. November 2025 ist die Stadt Erlangen offiziell der Europäischen Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene beigetreten.

Die Stadt Erlangen ist am 27. November 2025 offiziell der Europäischen Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene beigetreten. Diese Charta wurde 2006 vom Rat der Gemeinden und Regionen Europas entwickelt und unterstützt Städte und Gemeinden dabei, Gleichstellungspolitik verbindlich und systematisch in allen Bereichen umzusetzen.

Bereits über 2.000 Kommunen in 36 europäischen Ländern – darunter auch vier bayerische Städte (München, Nürnberg, Würzburg und Kaufbeuren) – haben die Charta unterzeichnet. Mit ihrem Beitritt wird Erlangen Teil eines europaweiten Netzwerks, das den Austausch von Erfahrungen und bewährten Methoden fördert und die Sichtbarkeit von Gleichstellungsfragen erhöht.

Mit dem Beitritt verpflichtet sich die Stadt, Gleichstellung als Grundrecht zu fördern, Diskriminierung abzubauen, Geschlechterstereotype zu überwinden und die gleichberechtigte Teilhabe aller Geschlechter in allen kommunalen Bereichen zu beachten. Die Gleichstellungsarbeit wird so als verbindliche Querschnittsaufgabe in Verwaltung, Politik und Stadtgesellschaft verankert.

Der nächste wichtige Schritt ist die Erstellung eines Gleichstellungsaktionsplans, der innerhalb von zwei Jahren nach Beitritt erarbeitet werden soll. Dieser Aktionsplan wird in einem breiten Beteiligungsprozess mit verschiedenen Akteur*innen aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft entstehen.

Als Schwerpunkt für den ersten Aktionsplan hat der Stadtrat für das Thema Gewaltschutz gestimmt, also der Bekämpfung von geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt. Insbesondere Gewalt gegen Frauen* aber auch gegen andere Betroffene ist in ganz Deutschland ein ernsthaftes Problem, das Jahr für Jahr zunimmt. Gewalt gegen Frauen* ist leider nach wie vor weit verbreitet und der unsicherste Ort für Frauen* ist das eigene Zuhause. Die Stadt will mit dem Aktionsplan wirksame Maßnahmen mit allen Beteiligten zum Schutz und zur Unterstützung der Betroffenen entwickeln und bestehende Strukturen besser vernetzen. Der Beitritt und die anstehenden Schritte sind wichtige Meilensteine auf dem Weg zu einer gerechteren und sichereren Stadt für alle Menschen.