Grundlagenstudie „Klimanotstand“ skizziert erste Wege zur Einhaltung des 1,5°C-Ziels in Erlangen

Stand: 04.08.2022
Die wissenschaftlich erarbeitete „Grundlagenstudie Klimanotstand“ steht nun der Öffentlichkeit zur Verfügung. Sie wurde im Auftrag der Stadt Erlangen erstellt und soll als Ausgangspunkt für künftige Maßnahmen zur Bewältigung des Klimanotstands dienen.

Die Hugenottenstadt betrat mit Ausrufung des Klimanotstands in vielerlei Hinsicht Neuland. Die in Auftrag gegebene Studie „Klimanotstand“ zeigt erste Wege auf, wie diese Herkulesaufgabe gemeistert werden kann. Ein Aussitzen der Krise ist dabei keine Option, dies macht die Studie deutlich. Aktuelle Erkenntnisse der Klimaforschung weisen klar darauf hin, dass die Menschen durch ihr Handeln auf dem besten Weg sind, ihre Lebensgrundlage nachhaltig zerstören. Wenngleich die Studie hervorhebt, dass die Stadt Erlangen in keinem Handlungsfeld einen blinden Fleck aufweist, sind bis Ende 2020 auch in Erlangen Klimaschutz-Maßnahmen in bisher „nie dagewesenen Ausmaßes“ notwendig. Ein grundlegender Wandel ist notwendig, der nur gemeinsam mit den Erlanger Bürgerinnen und Bürger, Wirtschaftsakteuren und zivilgesellschaftlichen Initiativen beschritten werden kann. Die Studie legt daher einen Fokus auf potenzielle Beteiligungsstrukturen, um eine gemeinsame Vision für ein solidarisches und klimagerechtes Erlangen zu entwickeln - die zukünftig von der Stadtgesellschaft gelebt werden soll. Eine Vielzahl von möglichen Maßnahmen schlägt die Studie vor, doch erst in einem zukünftigen Schritt sollen diese an die lokalen Besonderheiten angepasst werden. 

In den nächsten Monaten diskutieren politische Vertreterinnen und Vertretern in den städtischen Gremien, wie eine radikale Reduzierung der Treibhausgase in kürzester Zeit möglich ist, um so das 1,5°C-Ziel des Pariser Klimaabkommens auf städtischer Ebene einzuhalten.