Jena (Thüringen)

Stand: 23.09.2022
Die Städtepartnerschaft zwischen Erlangen und Jena wurde 1987 begründet und gehört zu den ersten Verbindungen überhaupt, die zwischen Städten in der BRD und der DDR eingegangen wurden.

Jena liegt ca. 230 km nordöstlich von Erlangen. Die Stadt hat 100.000 Einwohner.

Jena wird bereits im 9. Jhd. urkundlich erwähnt und 1236 als Stadt bezeugt. Im 16. Jhd. war Jena Schauplatz von Auseinandersetzungen während des Bauernkieges im Zuge der Reformation. Nach 1785 erlebte die damals bereits berühmte Universitätsstadt eine akademische und kulturelle Blüte, die auch Persönlichkeiten wie Goethe und Schiller anzog.

Das moderne Jena wird geprägt von wissenschaftlichen Einrichtungen und hochmoderner Industrie. Lehre und Forschung sind Schwerpunkte an der bereits 1558 gegründeten Universität, die heute den Namen Friedrich Schillers trägt, und der Fachhochschule Jena mit zusammen ca. 26.000 Studierenden. Über 30 weitere Institutionen, darunter alleine drei Max-Planck-Institute sowie ein Fraunhofer-Institut, vervollständigen das akademische Spektrum.

Die industrielle Tradition Jenas begann 1864, als Carl Zeiss seine erste optische Werkstatt eröffnete und damit den Ruf der Stadt als Zentrum der Glastechnik begündete, der auch mit Namen wie Ernst Abbe und Otto Schott verbunden ist. In den Jahren nach 1990 ist es Jena gelungen, seine Entwicklung zur High-Tech-Stadt durch die Ansiedelung neuer Unternehmen und Innovationszentren zu fördern, ohne dabei die Modernisierung seiner traditionellen Branchen zu vernachlässigen. Für einen erfolgreichen Neubeginn stehen heute Namen wie JENOPTIK und SCHOTT JENAer Glas und CARL ZEISS.

Andere Besonderheiten Jenas sind das älteste Planetarium der Welt, eine der größten Brillensammlungen Europas sowie das Optische Museum. Die reizvolle Umgebung der Stadt mit ihren Muschelkalkbergen von geologischem und botanischem Interesse ist Touristenziel und Naherholungsgebiet.

Die Städtepartnerschaft, die sich vor allem nach der politischen Wende sehr schnell entwickelte und schon früh auch die Wirtschaft, z.B. die Unternehmensgruppe Niersberger, erfolgreich einbezog, manifestiert sich in einem breiten Spektrum unterschiedlichster Aktivitäten auf allen Ebenen des öffentlichen Lebens, meist unspektakulär, aber beständig und effektiv. Besonderen Anteil am Gelingen dieser Partnerschaft haben die Stadtverbände für Kultur und Sport. 2010 wurde die Partnerschaft mit dem Einheitspreis 2010 ausgezeichnet.


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