Stadt passt Kita-Gebühren und Verpflegungskosten an
Stand: 01.04.2025
Die Stadt Erlangen erhöht die Gebühren für städtische Kindertageseinrichtungen in zwei Stufen: Zum Kindergartenjahr 2025 und 2026 steigen sie jeweils um 25 Prozent. Der Stadtrat hat dies am Donnerstag beschlossen.
Warum werden die Gebühren erhöht?
In den letzten Jahren hat Erlangen stark in den Ausbau und die Qualität der Kinderbetreuung investiert. Gleichzeitig wurden die Gebühren kaum angepasst und erheblich subventioniert. Aktuell sind die städtischen Gebühren deutlich niedriger als bei freien Trägern oder in vergleichbaren bayerischen Städten wie Ingolstadt, Fürth, Regensburg, Würzburg und Nürnberg.
Steigende Betriebs- und Personalkosten sowie die Kosten für eine gesunde und hochwertige Verpflegung sind nicht mehr gedeckt. Der Kommunale Prüfungsverband und freie Träger haben eine Anpassung empfohlen.
Neue Beiträge ab 2025 und 2026 (Beispielrechnung)
Die Betreuungskosten steigen in zwei Schritten:
- Krippe (Buchungsdauer 5-6 Stunden): von aktuell 249 Euro auf 311 Euro (2025) und 389 Euro (2026)
- Kindergarten (Buchungsdauer 6-7 Stunden, abzgl. 100 Euro Zuschuss): von 39 Euro auf 74 Euro (2025) und 118 Euro (2026)
- Hort (Buchungsdauer 3-4 Stunden): von 102 Euro auf 128 Euro (2025) und 160 Euro (2026)
Zusätzlich werden die Verpflegungskosten neu kalkuliert: Das Mittagessen kostet künftig 62 Euro pro Monat. Ein Brotzeitgeld von 7 Euro stellt eine gesunde Frühstücks- und Nachmittagsverpflegung sicher.
Soziale Abfederung und steuerliche Entlastung
Familien mit geringem Einkommen werden entlastet. Wer Sozialleistungen bezieht oder unter einer bestimmten Einkommensgrenze liegt, kann die Gebühren ganz oder teilweise erlassen bekommen. Erwerbstätige Eltern können Kitagebühren ab 2025 zu 80 Prozent steuerlich absetzen, bis maximal 4.800 Euro pro Kind und Jahr.
Stadt betont soziale Verantwortung
Sozialreferent Dieter Rosner betont: „Der städtische Haushalt hat es in vergangenen Jahren möglich gemacht, die Kitagebühren in den städtischen Einrichtungen überaus günstig zu gestalten. Diese Subventionierung, die nicht zuletzt auch gegenüber den Eltern ungerecht ist, die ihre Kinder bei freien Trägern betreuen lassen, können wir uns in der gegenwärtigen Haushaltssituation nicht mehr leisten. Wir wissen, dass eine Erhöhung von Gebühren immer eine Belastung ist. Gleichzeitig müssen wir die hohe Qualität unserer Kitas langfristig sichern. Deshalb gestalten wir die Anpassungen sozialverträglich und unterstützen Familien mit geringem Einkommen."