kubic feierlich eröffnet
Stand: 02.03.2026
Mit der Eröffnung des Kultur- und Bildungscampus kubic hat Erlangen einen neuen zentralen Ort für kulturelle Bildung, Begegnung und gesellschaftliches Miteinander erhalten.
Am Samstag, 28. Februar, wurde der kubic in der Südlichen Stadtmauerstraße mit einem Festakt und einer „Einzugsparty“ offiziell eingeweiht. Zahlreiche Gäste aus Stadtgesellschaft, Kultur, Bildung und Politik feierten gemeinsam die Eröffnung des umfassend sanierten und erweiterten Gebäudes des früheren Freizeitzentrum Frankenhof. Bereits am Nachmittag nutzten viele Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, bei Führungen Einblicke in die neuen Räumlichkeiten zu erhalten – darunter die Kochwerkstatt, das Schmuckatelier sowie verschiedene Gruppenräume.
Generalsanierung und Weiterentwicklung mit Zukunftsperspektive
Mit dem kubic knüpft die Stadt Erlangen an die lange Tradition des Frankenhofs an und entwickelt diesen zugleich zu einem zeitgemäßen Zentrum für Bildung, Kultur und Begegnung weiter. Das denkmalgeschützte Gebäude wurde zwischen 2018 und 2026 umfassend generalsaniert und erweitert. Ziel war es, einen offenen, barrierefreien und vielseitig nutzbaren Ort für alle Generationen zu schaffen.
Heute vereint der kubic zentrale Einrichtungen der kulturellen Bildung unter einem Dach: die Städtische Sing- und Musikschule Erlangen, das Deutsch-Französische Institut Erlangen, die Volkshochschule, die städtische Jugendkunstschule sowie eine Kindertageseinrichtung. Ergänzt wird das Angebot durch Veranstaltungsräume, Werkstätten, Räume für Vereine und offene Begegnungsflächen. Auch den Akteuren der freien Kulturszene bieten sich vielfältige Möglichkeiten, sich im kubic zu präsentieren. Zudem wird es auch einen Bistro- und Hotelbetrieb geben, der von der Lebenshilfe gemanagt wird. Der kubic ist ein lebendiger Ort, der Bildung, Kultur und gesellschaftliches Miteinander in besonderer Weise verbindet.
Der kubic (Foto: Erich Malter)
Ort der Teilhabe und des gesellschaftlichen Miteinanders
Oberbürgermeister Florian Janik betonte in seiner Festrede die Bedeutung des neuen Hauses für die Stadtgesellschaft: „Unser Ziel war es, einen Raum zu schaffen, der allen Menschen offensteht. Der kubic ist ein Ort der Barrierefreiheit, der Inklusion und der Teilhabe. Hier können Menschen zusammenkommen, Kultur und Bildung erleben und aktiv mitgestalten.“
Auch Kultur- und Bildungsreferentin Anke Steinert-Neuwirth hob die besondere Rolle des Hauses hervor: „Dieser Ort steht heute wieder ganz im Sinne seiner ursprünglichen Idee: Offenheit, gesellschaftliches Miteinander und kulturelle Vielfalt. Schon bei seiner Entstehung war dieses Haus ein Statement – und das ist es auch heute wieder.“
Einrichtungen bereits in Betrieb
Aufgrund eines kürzlich aufgetretenen Wasserschadens ist der Veranstaltungsbetrieb derzeit noch eingeschränkt möglich. Die im kubic ansässigen Einrichtungen arbeiten jedoch bereits am neuen Standort. Die Nutzung der Gruppenräume ist voraussichtlich ab Mitte März vorgesehen.
Der Festakt wurde von einem abwechslungsreichen kulturellen Programm begleitet. Mitwirkende waren unter anderem Ensembles der Sing- und Musikschule, Beiträge des Deutsch-Französischen Instituts, der Volkshochschule, der Jugendkunstschule sowie der Lebenshilfe Erlangen, die mit musikalischen Beiträgen und Videopräsentationen Einblicke in ihre Arbeit im kubic gaben.
Der kubic - mehr erfahren
Im Mittelpunkt steht die Idee eines lebendigen Hauses, in dem Alltag und besondere Anlässe zusammenfinden:
- vom Sprachkurs am Nachmittag über
- die Probe am Abend bis
- zur Tagung am Wochenende.
Die Architektur mit offenem Foyer, vielfältigen Raumgrößen und attraktiven Außenbereichen unterstützt Begegnung, Transparenz und kurze Wege.
Der kubic legt großen Wert auf Zugänglichkeit: Auf kubic.de gibt es Inhalte in Leichter Sprache, Informationen in Gebärdensprache und eine eigene Seite zur Barrierefreiheit. So soll der Campus möglichst barrierearm erlebbar sein – für Besucherinnen und Besucher ebenso wie für Gruppen und Veranstalter.
Es gibt vielseitige Kultur- und Bildungsangebote: Kurse, Workshops, Vorträge, Konzerte, Lesungen, Ausstellungen, Proben und Formate für Familien, Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Einrichtungen wie die städtische Sing- und Musikschule, die Jugendkunstschule, das Kinderkulturbüro, die Programmbereiche Kultur/Gesundheit/Ernährung der vhs Erlangen, das Deutsch-Französische Institut und die deutsch-französische KiTa sind dort zu Hause.
Der Campus eignet sich zudem als Tagungs- und Veranstaltungsort: Ob Vereinsversammlung, Fachtagung, Seminar oder Kulturfestival – mit professioneller Technik, flexiblen Räumen und hausinterner Gastronomie bietet der kubic passende Rahmenbedingungen.
Im kubic stehen unterschiedlich große Räume für Bildung, Kultur und Begegnung zur Verfügung – von kleinen Gruppenräumen über Seminarräume bis hin zu Sälen für größere Veranstaltungen. Die Raumliste auf kubic.de informiert über Größen, Ausstattung und Nutzungsmöglichkeiten, etwa Bestuhlungsvarianten, Bühnen- und Medientechnik.
Viele Räume sind flexibel nutzbar: Sie eignen sich für Kurse und Workshops, Proben, Präsentationen, Konferenzen, Vereins- oder Gremiensitzungen und hybride Veranstaltungen. Veranstalterinnen und Veranstalter können über das Service-Team Räume anfragen, Beratung zur Planung erhalten und zusätzliche Services wie Catering oder Technik abstimmen.
Unter „Service“ auf kubic.de finden sich gebündelte Informationen für alle, die eine eigene Veranstaltung planen: Hinweise zur Veranstaltungsorganisation, zur Raumliste und zum Aufenthalt als Gast im Haus. Dort sind auch Kontaktmöglichkeiten und weitere Details zur Buchung und Nutzung der Räume hinterlegt.
Der Menüpunkt „Tickets“ führt zu den Eintrittskarten für Veranstaltungen. Konzerte, Lesungen und weitere Events können so bequem online gebucht werden.
Eine eigene Seite zur Barrierefreiheit informiert über Zugänge, Angebote und aktuelle Maßnahmen. Sie wird durch Inhalte in Leichter Sprache und Gebärdensprache ergänzt.
Der kubic ist durch die Generalsanierung und Erweiterung des ehemaligen Jugendzentrums Frankenhofs entstanden. So wurde aus dem denkmalgeschützten Gebäudeensemble Schritt für Schritt ein moderner Kultur- und Bildungscampus. Die Planung verfolgte das Ziel,
- den historischen Charakter des Frankenhofs sichtbar zu erhalten und
- ihn gleichzeitig baulich und technisch auf den heutigen Stand zu bringen.
Was wurde getan?
- Die Bestandsgebäude wurden umfassend saniert
- Entlang der Südlichen Stadtmauerstraße wurden die Gebäude aufgestockt und um neue Bauteile ergänzt
- Im Innenhof sowie auf Flächen des ehemaligen Hallenbads entstand ein neuer Veranstaltungssaal
- Im östlichen Grundstücksteil wurde ein Neubau mit Kindertagesstätte und weiteren Nutzungen geschaffen
- Zugänge, Aufzüge und Wegeführungen wurden verbessert.
So ist der Campus gut erschlossen und möglichst barrierearm nutzbar.
Der Umbau war eines der größten Stadterneuerungsprojekte Erlangens. Er wurde seit 2017 in mehreren Bauabschnitten umgesetzt. Während der Bauzeit wurden Nutzergruppen und Nachbarschaft einbezogen.