Immissionsschutz; Mobilfunk

Stand: 30.09.2022

Die Mobilfunktechnik ist für die meisten Erlangerinnen und Erlanger sowohl im privaten als auch im beruflichen Umfeld ein täglicher Begleiter. Kaum jemand möchte auf die Vorzüge der einfachen Kommunikation und schnellen Informationsverfügbarkeit in seinem Alltag verzichten. Aufgrund des bevorstehenden Mobilfunkausbau der 5. Generation (5G) werden jedoch vereinzelt Bedenken bezüglich gesundheitlicher Aspekte geäußert.

Der Mobilfunkausbau erfolgt eigenwirtschaftlich durch die Netzbetreiber unter Beachtung der mit der Ersteigerung von Frequenzen eingegangenen Ausbauverpflichtungen.

Mobilfunksendeanlagen sind immissionsschutzrechtlich durch die Stadt Erlangen nicht genehmigungspflichtig.

Zur Inbetriebnahme einer ortsfesten Funkanlage ist eine Standortbescheinigung der Bundesnetzagentur notwendig. Darin ist unter anderem der Sicherheitsabstand entsprechend der Grenzwerte der 26. Bundesimmissionsschutzverordnung (26. BImSchV) festgelegt. Nach dem aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand sind bei eingehaltenen Grenzwerten keine gesundheitsrelevanten Wirkungen zu erwarten

Mobilfunk - Standorte

Die Standortdatenbank der Bundesnetzagentur informiert über bestehende Mobilfunksendeanlagen.

Mobilfunk - Empfehlungen zur privaten Nutzung

Durch den richtigen Umgang mit Mobiltelefon und WLAN kann sich die Einwirkung von elektromagnetische Felder erheblich verringern.

Im öffentlichen Raum ist Ihre Gesundheit vor den Einwirkungen von elektromagnetischen Felder geschützt, da durch das Zulassungsverfahren der Bundesnetzagentur, die Grenzwerte der 26. BImSchV sicher eingehalten werden. Im privaten Bereich können durch verschiedene Geräte wie Mobiltelefon oder WLAN Router höhere Werte auftreten. Die folgenden Hinweise helfen die Einwirkung von elektromagnetischen Feldern deutlich zu verringern.

Mobiltelefon

  • Beim Kauf eines Mobiltelefons auf einen niedrigen SAR-Wert achten. Der SAR-Wert gibt an, wie viel Sendeleistung der Körper beim Telefonieren mit diesem Gerät maximal aufnehmen kann. Der gültige Grenzwert liegt bei 2 Watt pro Kilogramm Körpergewebe. Moderne Mobiltelefone erreichen deutlich niedrigere Werte.
  • Immer auf eine optimale Verbindung des Mobiltelefons zur Basisstation achten. Je besser die Verbindung ist, desto geringer ist die Leistung mit der das Handy arbeiten muss.
  • Möglichst am Fenster oder im Freien telefonieren, da hier die Verbindung zur Basisstation besser ist als in geschlossenen Räumen. Die Strahlungsleistung des Handys kann dadurch um bis zu 90 % verringert werden.
  • Nicht im Keller/Tiefgarage oder im Kraftfahrzeug ohne Außenantenne telefonieren.
  • Das Mobiltelefon erst an das Ohr halten wenn die Verbindung steht. Das Handy regelt seine Leistung nach dem Verbindungsaufbau auf das unbedingt notwendige Maß herab.
  • Möglichst ein Headset (Feisprecheinrichtung) oder die Lautsprecherfunktion benutzen. Die Strahlenbelastung am Kopf wird erheblich verringert.

WLAN

  • Den WLAN Router möglichst zentral in der Wohnung und unter der Zimmerdecke plazieren, dies sorgt für einen gleichmäßig guten Empfang im gesamten Haus.
  • Je besser der Empfang, desto geringer ist die Sendeleistung der Empfangsgeräte (Mobiltelefon, Computer etc.)
  • Wenn das WLAN nicht benötigt wird, sollte der Router ausgeschaltet werden, nachts kann dies durch eine Zeitschaltuhr realisiert werden.

Mobilfunk - gesundheitliche Aspekte

Sie finden hier die Einschätzung der Weltgesunheitsorganisation WHO über die gesundheitliche Wirkung von elektromagnetischen Feldern und aktuelle Beiträge zum Stand der Forschung im EMF-Portal des Bundesamtes für Strahlenschutz.

Bei gesundheitlichen Fragen zum Thema Mobilfunk können Sie sich auch an das Gesundheitsamt Erlangen-Höchstadt, Nägelsbachstraße 1, 91052 Erlangen, E-Mail: gesundheitsamt@erlangen-hoechstadt.de wenden.