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Rückblick: Projekt „Menschenrechte stärken – FGM/C begegnen“

Stand: 12.10.2026

Die Gleichstellungsstelle der Stadt Erlangen hat gemeinsam mit der Gleichstellungsstelle Erlangen-Höchstadt und der Gesundheitsregionplus ERH & ER im Rahmen des Projekts „Menschenrechte stärken – FGM/C begegnen“ wichtige Schritte unternommen, um das Thema weibliche Genitalverstümmelung (FGM/C) in der Region sichtbarer zu machen und dafür zu sensibilisieren.

Wofür steht FGM/C?

FGM/C (Female Genital Mutilation / Cutting) bezeichnet die Verstümmelung und Beschneidung weiblicher Genitalien. Das ist eine gravierende Menschenrechtsverletzung, die weltweit in über 90 Ländern praktiziert wird, trotz gesetzlicher Verbote. In Deutschland leben schätzungsweise über 100.000 betroffene Frauen und mehr als 17.000 gefährdete Mädchen.

Was war 2025 geplant und wurde umgesetzt?

Das Projekt verfolgte das Ziel, Fachkräfte und die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und Hilfsangebote sowie die Versorgung betroffener Frauen und Mädchen zu verbessern. Dazu wurden verschiedene Veranstaltungen durchgeführt:

  • Fortbildung für psycho-sozial beratende Fachkräfte (zweiteilig) im Oktober 2025
  • Vortrag im Erlanger Arbeitskreis „Runder Tisch Gewalt“ am 10.10.2025
  • Informationsabend „Die richtigen Worte finden“ am 30.10.2025 in der Stadtbibliothek:
    Hier ging es um den sensiblen Umgang mit dem Thema, kulturelle Unterschiede und den Schutz gefährdeter Mädchen. Anhand von Praxisbeispielen wurde gezeigt, wie Frauen und Mädchen gestärkt werden können.
  • Fachvortrag „FGM begegnen“ am 19.11.2025, vor allem für medizinisches Fachpersonal und beratende Personen
  • Online-Informationsveranstaltungen für Kultur- und Sprachmittelnde sowie Dolmetschende (10.11. und 24.11.2025):
    Vorstellung einer geplanten Schulung zum Thema FGM/C im Jahr 2026, welche leider aufgrund nicht ausreichender Anmeldungen nicht stattfinden konnte.

Wie geht es weiter?

Das Thema weibliche Genitalverstümmelung ist und bleibt wichtig. Die Gleichstellungsstelle der Stadt Erlangen und ihre Kooperationspartner*innen beschäftigen sich aktuell damit, wie die Arbeit zum Schutz betroffener Mädchen und Frauen fortgeführt und weiterentwickelt werden kann. Dafür werden aktuell die Möglichkeiten einer weiteren Förderantragstellung geprüft und im Laufe des kommenden Jahres zusammen mit Expert*innen sowie Fachkräften Formate geplant. Die Sensibilisierung der Bevölkerung sowie das Aufzeigen von Handlungsmöglichkeiten für Fachkräfte, die in ihrer Arbeit mit dem Thema in Berührung kommen, soll weiterhin verfolgt werden.

Weiterführende Informationen

Als Ergebnis des Projekts wurde die Webseite

www.waswiewo.de/fgmc

erstellt. Dort finden Sie umfassende Informationen und Erklärungen zu:

  • FGM/C
  • Warnzeichen
  • Prävalenzstaaten und rechtliche Aspekte (Straftatbestand)
  • Handlungsleitfäden bei Verdachtsfällen
  • Anlaufstellen und Hilfsangebote
  • Weiterführende Materialien

Das Portal WasWieWo.de ist ein werbefreies, kostenfreies Informationsangebot der Stadt Erlangen und des Landkreises Erlangen-Höchstadt, das Bürger*innen eine übersichtliche, barrierefreie und aktuelle Plattform zu Gesundheit, Bildung und Sozialem in der Region bietet. Es bündelt regionale Angebote und Dienstleistungen, wodurch die Suche nach passenden Leistungen mit verlässlichen und geprüften Informationen für Interessierte erleichtert wird.

Wir laden alle Bürger*innen und Fachkräfte ein, sich auf der Webseite zu informieren und das Thema FGM/C weiterhin mitzutragen.