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Starke Stimmen und neue Perspektiven: Lesetipps

Stand: 23.02.2026

Im Rahmen des Internationalen Frauentag stellen wir Ihnen eine spannende Auswahl an Büchern vor, die unterschiedliche Facetten von Feminismus, Diversität und gesellschaftlichem Engagement beleuchten.

Anlässlich des Internationalen Frauentags möchten wir auf eine Auswahl aktueller und relevanter Bücher aufmerksam machen, die inspirieren, informieren und zum Nachdenken anregen. Die Empfehlungen greifen verschiedene Schwerpunkte auf. Von intersektionalem Feminismus über Gewaltschutz und gesellschaftlichen Zusammenhalt bis hin zu den Herausforderungen patriarchaler Strukturen. Die Titel bieten vielfältige Perspektiven und regen zum Austausch über aktuelle Herausforderungen und mutige Lösungsansätze an.

  • Verbinden statt Spalten – Gilda Sahebi

Gilda Sahebi analysiert in ihrem aktuellen Buch die politischen und gesellschaftlichen Spaltungsmechanismen unserer Zeit. Sie räumt mit gängigen Mythen und Vorurteilen auf und setzt einen intersektionalen Blick auf Themen wie Migration, Gender, Wokeness und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Gilda Sahebi zeigt, warum es wichtiger denn je ist, Verbindungen zu schaffen statt Gegensätze zu betonen und wie jede*r Einzelne zu mehr Miteinander beitragen kann.

  • Feministische KI – Warum Künstliche Intelligenz Ungerechtigkeit verstärkt und was wir dagegen tun müssen – Eva Gengler

In ihrem Buch beleuchtet Eva Gengler die tiefgreifenden Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz (KI) auf unser Leben, von Konsum bis Arbeitsplatzwahl. Sie zeigt auf, dass KI keineswegs neutral ist, sondern gesellschaftliche Machtstrukturen und Vorurteile reproduziert und oft marginalisierte Gruppen wie Frauen* und People of Color benachteiligt. Sie plädiert für einen intersektional-feministischen Ansatz, der KI gerecht gestaltet und als Instrument für Empowerment und soziale Gerechtigkeit nutzt.

  • Söhne großziehen als Feministin: Ein Streitgespräch mit mir selbst – Shila Behjat

Shila Behjat schildert persönlich und offen, wie sie als Mutter von zwei Söhnen täglich feministische Ideale mit den Anforderungen der Erziehung in Einklang zu bringen versucht. Sie hinterfragt eigene Denkmuster, schildert Alltagssituationen und lädt zu einem konstruktiven Streitgespräch ein, das nicht nur Eltern, sondern alle zum Nachdenken über Gleichberechtigung und Rollenbilder anregt.

  • Ain’t I a Woman: Schwarze Frauen und Feminismus – Bell Hooks

Dieses Buch ist ein feministischer und antirassistischer Klassiker und besonders passend zum Black History Month. Bell Hooks nimmt Bezug auf Sojourner Truth und zeigt eindrucksvoll, wie Schwarze Frauen in den USA lange Zeit von der weißen Frauenbewegung ausgeschlossen wurden. Sie beschreibt die tiefgreifenden Auswirkungen von Rassismus und Sexismus während und nach der Sklaverei, analysiert Stereotype und gesellschaftliche Rollenbilder und macht deutlich, wie Schwarze Frauen trotz aller Widerstände einen zentralen Beitrag zur feministischen Bewegung leisten.

  • Flügel für den Schmetterling: Der Tag, an dem mein Leben neu begann – Ntailan Lolkoki

Die Autorin erzählt ihre bewegende Lebensgeschichte: Als Massai wurde sie als Kind beschnitten, was sie jahrelang traumatisierte und ihr Leben in Deutschland prägte. Erst durch die Chance einer Rückoperation findet sie zu neuer Lebensfreude und Selbstbestimmung. Ntailan Lolkoki zeigt eindrucksvoll, wie Überwindung, Mut und die eigene Kreativität helfen können, selbst schwerste Erfahrungen wie weibliche Genitalverstümmelung (FGM/C) zu verarbeiten und kann damit anderen Betroffenen Hoffnung geben.

Hören Sie Ihre Bücher lieber?

Viele der Bücher gibt es auch als Hörbuch, für unterwegs oder zum entspannten Zuhören. Wenn Sie aber lieber Podcasts hören, empfehlen wir Ihnen einen neuen Podcast:

 „Im Kittel mit…“  von Stefanie Reis.

In diesem Podcast dreht sich alles um die Kittelschürze, ein fast vergessenes Kleidungsstück, das eng mit der Arbeitskleidung von Frauen verbunden ist und viele Erinnerungen, Geschichten und kulturelle Bedeutungen birgt. Stefanie Reis, Kulturwissenschaftlerin und Bauerntochter, spricht mit Menschen, die unterschiedliche Perspektiven auf die Kittelschürze mitbringen. Die Gespräche verbinden Alltagskultur, Modegeschichte und das Leben von Frauen über Generationen hinweg.

Die erste Staffel wurde von verschiedenen Stiftungen und dem Frauenbüro der Hansestadt Lübeck gefördert und bietet interessante Einblicke und bisher unerzählte Geschichten rund um ein Stück Frauen-Alltag, das viel mehr erzählt, als man zunächst vermutet.