Digitale Unterstützung bei Endometriose und in den Wechseljahren
Stand: 13.10.2026
Gleichstellungsstelle informiert: Gesundheit von Frauen im Fokus - Beschwerden durch Endometriose oder während der Wechseljahre sind weit verbreitet. Sie schränken die Lebensqualität oft erheblich ein und sind gesellschaftlich hochgradig tabuisiert. Deshalb werfen wir anlässlich des internationalen Menopause Tages (18. Oktober) einen Blick auf einige Aspekte.
Die wichtigsten Fakten im Überblick
Endometriose
- Sie ist eine der häufigsten gutartigen gynäkologischen Erkrankungen. In Deutschland sind schätzungsweise 2 bis 4 Millionen Frauen betroffen. (Quelle: Arbeitsgemeinschaft Endometriose, Factsheet der Fachgesellschaften)
- Die Zahl der gesicherten Diagnosen hat sich in den letzten 20 Jahren mehr als verdoppelt, vor allem, weil das Bewusstsein für die Erkrankung bei Betroffenen und Ärzt*innen gewachsen ist. (Quelle: BARMER-Arztreport 2026)
- Trotzdem vergehen bis zur gesicherten Diagnose nach Angaben der Fachgesellschaften im Schnitt noch immer rund 10 Jahre, geprägt von starken Schmerzen und oft erheblichen Einschränkungen im Alltag. (Quelle: Anhörung im Deutschen Bundestag 2023, Arbeitsgemeinschaft Endometriose und Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Endoskopie)
Wechseljahre
- Sie sind eine normale Lebensphase jeder Frau. Aktuell befinden sich rund 9 Millionen Frauen in Deutschland in den Wechseljahren. (Quelle: Deutsche Menopause Gesellschaft, Oktober 2025; Wir sind neun Millionen!)
- Bis zu 80% von ihnen berichten von Beschwerden wie Hitzewallungen, Schlafstörungen oder Stimmungsschwankungen; bei rund einem Drittel sind diese so stark, dass sie den Alltag spürbar belasten. (Quelle: Deutsche Menopause Gesellschaft, Oktober 2025)
- Die Wechseljahre sind noch immer ein Tabuthema: Mehr als jede zweite Frau (53 %) empfindet sie als solches, dabei helfen ein offener Umgang und gutes Wissen über die Zusammenhänge. (Quelle: Essitys Menopause Study)
Warum das Thema wichtig ist
Menstruationsbeschwerden, Endometriose und Wechseljahre sind bis heute tabuisiert und oft schambehaftet. Dabei kann ein offener Austausch – sei es mit der Ärzt*innen, im Familien- und Freundeskreis oder mit anderen Betroffenen – enorm entlasten.
Wer selbst betroffen ist, muss die eigenen Beschwerden nicht allein bewältigen: Fundierte Informationen, professionelle Beratung und der Austausch mit anderen Frauen können den Umgang mit den Symptomen spürbar erleichtern.
Eine Möglichkeit der Unterstützung: digitale Begleitung
Es gibt mehrere digitale Angebote, die Sie in dieser Lebensphase begleiten können. Eins davon ist, das digitale Programm FEMNA Care, das von den meisten Krankenkassen sogar finanziert wird. Dieses bietet betroffenen Frauen fundierte und ganzheitliche Unterstützung, damit Sie Ihre Symptome besser verstehen und Ihren Alltag gestärkt meistern können. FEMNA Care ist ein zertifiziertes, digitales Medizinprodukt, das Sie bei Beschwerden durch Endometriose oder in den Wechseljahren ergänzend zur ärztlichen Versorgung nutzen können.