Zukunftsacker Erlangen - Lernort für Schulen, die Stadtgesellschaft und gelebte Nachhaltigkeit

Stand: 22.04.2022

Global denken und lokal handeln am Zukunftsacker 

Auf dem Zukunftsacker können wir alle etwas dazu beitragen, die globalen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. 

  • Das Gärtnern an der frischen Luft spricht alle Sinne an, und die Gemüseernte in Bioqualität bereichert eine gesunde Küche. 
  • Der Zukunftsacker ist offen für alle Menschen, und unsere Expert*innen teilen mit ihnen fachkundig ihr Wissen. 
  • Mit Gartenwerkzeugen arbeiten, Insekten ganz nah unter einer Lupe beobachten, frische Kräuter verkosten – am Acker zählt, was Spaß macht! 
  • »Das macht Spaß, oder?« ist ein oft gehörter Ausspruch am Zukunftsacker, wenn Kinder sich gegenseitig bestärken. Die einen schwingen sich zu Mulchrollern auf, die anderen werden Pflanzweltmeister. Und alle staunen, wie viel man an einem Vormittag schafft. 
  • Nachhaltiger Konsum und bewusste Kaufentscheidungen sind ein Beitrag zum Klima- und Biodiversitätsschutz. Sie stärken ländliche Strukturen und wirken dem Verlust von heimischen Kulturlandschaften entgegen. Zudem fördern sie die Gesundheit, den Genuss und faire Preise.
  • Gemüseanbau in Bioqualität, Mischkulturen, gemeinschaftliche Handarbeit, Mulchen und Saatgut - gewinnung steigern den Wert der Ernte und machen Lust auf rote Kartoffeln, Palmkohlchips, gefüllte Zucchiniblüten oder buntes Mangold-Kimchi. 
  • Zwischen Klimaschutz, Anpassung an den Klimawandel, Ernährungssicherung und der Produktion von Lebensmitteln bestehen enge Wechselwirkungen. Am Zukunftsacker probieren wir Lösungen aus! 
  • Die biologische Vielfalt in Agrarlandschaften ist wichtig, damit sich Pflanzen und Tiere an den Klima - wandel anpassen können und unser kulturelles Erbe erhalten bleibt. Nur dann sichern Bodenlebewesen Bodenfruchtbarkeit, minimieren natürliche Feinde Schaderreger und bestäuben Insekten Pflanzen. 
  • Ein gutes Projekt braucht Kooperationspartner*innen: einen engagierten Biolandwirt, qualifizierte Bildungsexpert*innen und zahl - reiche Teilnehmende, die die Zukunft am Acker mitgestalten wollen

Gemeinsam lernen, die Welt zu verändern – wir ackern für die Zukunft!

Was haben mein Konsum und der Anbau unserer Lebens - mittel mit der eigenen Gesundheit und dem Wohlergehen der Welt zu tun? Wie hängen Klimaschutz und biologische Vielfalt mit ökologischem Gemüsebau zusammen? Und welchen Mehrwert besitzen Regionalprodukte für die Landwirtschaft vor Ort und die lokale Kulturlandschaft?

Gemüse pflanzen bedeutet nicht nur, Lebensmittel zu produzieren. Wir lernen dabei auch, die Auswirkungen unseres eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen. 

Der Zukunftsacker in Büchenbach ist ein Experimentierraum für gelebte Nachhaltigkeit, wo wir gemeinsam aktiv werden können: beim Pflanzen und Säen, der Beetpflege und Ernte, beim Mulchen und Samengewinnen.

 Zukunftsfähigkeit ausprobieren heißt auf dem Zukunftsacker, mit anderen ins Gespräch und ins Handeln zu kommen. Dabei sprießen Impulse für kleine, eigene Veränderungen und die großen, globalen Herausforderungen. Was der Erlanger Zukunftsacker aber vor allem für uns bereithält, sind fruchtbare Ideen zur Mitgestaltung einer nachhaltigen Stadt. Denn Wandel beginnt bei uns selbst! 

Wir freuen uns, wenn Sie mit uns für die Zukunft ackern!

Urban Farming-Workshops für alle 

Lust auf Gemüseerlebnisse? Mit Spaß, Leichtigkeit und der richtigen Mischung aus Theorie und Praxis vermitteln unsere Acker-Expert*innen Wissens - wertes rund um ökologischen Gemüseanbau: vom richtigen Aussäen über die Pflege während der Ackersaison bis hin zu prächtigen Ernteerfolgen. Nachhaltigkeit und Klimaschutz werden praktisch erlebbar gemacht, Zusammenhänge zur Landwirtschaft aufgezeigt und Tipps für den eigenen Alltag gegeben. Für die Workshops steht alles bereit, jede*r kann teil - nehmen – ob Neuling am Beet oder Acker-Profi: Es gibt viel Raum für Fragen und Zeit zum Fachsimpeln! 

Rund um das Bildungsprojekt Zukunftsacker finden zwischen Mai und Oktober verschiedene WorkshopFormate statt: 

  1. Pflanz- & Ernteworkshops • Zweistündige, interaktive Urban Farming-Workshops unter Anleitung von Ackerexpert*innen 
  2. Ackerpflegeworkshops • Einstündige Ackersprechstunden zu Beetpflege und Beete-Check durch unsere Ackercoaches
  3. Themenworkshops • Abendliche Ackertalks mit Profis zu verschiedenen Nachhaltigkeitsthemen rund um den Zukunftsacker
  4. Bienenworkshops und Kochkurse (auf Anfrage) • Workshops zur Imkerei und Bienenkunde • Kochkurse für eine klimagerechte Ernährung

Schulvormittage und Workshops für Kinder- und Jugendgruppen

Der Zukunftsacker als außerschulischer Lernort – gut integrierbar in den Lehrplan 

Der Zukunftsacker kann als außerschulischer Lernort für die Themen Landwirtschaft, Ernährung, Klimaschutz und Biodiversität zwischen Mai und September besucht werden. Die Bildungseinheiten werden von erfahrenen Umweltpädagog*innen geleitet und dauern in der Regel einen kompletten Schulvormittag. 

Aufbau 

1. DOPPELSTUNDE: 

  • Ackerrundgang
  • Grundlagen des ökologischen Gemüsebaus
  • Praxiseinheit inkl. Umgang mit Gartenwerkzeugen: säen, pflanzen, jäten, mulchen, gießen, Brennnes - seljauche zubereiten
  • Entdecken der Ackerstationen: Insekten beobachten, Wetterstation, Bodenkunde, Kreativmarkt, Handwerken
  • Verkostung der Kräuter und Gemüse 

2. DOPPELSTUNDE: 

  • Bienenexkursion
  • Sinnesübungen
  • Kennenlernen der Kulturlandschaft: Damwild, Hühner, Rinder, Teichwirtschaft, Getreide, Hecke/ Wiese, Vögel, Insekten
  • Miniacker für zu Hause: Gemüseernte, Kräuter - sträuße, Sonnenblumentöpfe, Samenbomben
  • Spiele mit Themenbezug
  • Reflexionsrunde 

→ Änderungen an Ablauf und Inhalt jahreszeitenbedingt möglich. 

Auf Anfrage bieten wir im Nachgang auch Multi - plikator*innen-Termine an, bei denen die Kinder mit ihren Familien den Acker besuchen und das Gelernte weitergeben können.

Ökologische Schwerpunktthemen 

  • Gesunde Ernährung und regionale Nahrungsmittel
  • (Bio-) Landwirtschaft und Kulturlandschaft
  • Umweltschutz, Wirtschaftsinteressen und globale Gerechtigkeit
  • Verantwortung als Verbraucher*in
  • Bodenbelastungen und Wasserkreislauf
  •  Nutztiere (Bienen) und Nutzpflanzen (Gemüse)
  • Pflanzen- und Tierarten in der Natur
  • Sinneserfahrungen
  • Handwerk vs. Massenproduktion
  • Nachhaltige Entwicklung als Gesellschaftsaufgabe 

Soziale Kompetenzen 

  • Gleichberechtigter Umgang mit Werkzeugen
  • Achtsamkeit für andere und Ich-Stärke
  • Übernahme von Rechten und Pflichten
  • Förderung des (eigenen) Wohlbefindens 

Weitere Informationen:

  • Besuch nur nach Voranmeldung
  • Es fällt ein Unkostenbeitrag an
  • Materialien (Werkzeuge, Handschuhe) und Grundinfrastruktur (Toilette, Wasser, Regenschutz, Pausenwiese) stehen zur Verfügung
  • Packliste (Verpflegung, Kleidung) nach Absprache
  • Empfohlene Zielgruppe: 3./4. Klasse 

Wir freuen uns über Ihr Interesse an Bildung für nachhaltige Entwicklung!


Ich weiß, warum der Zukunftsacker so heißt: Weil so die Zukunft sein sollte – ganz umweltfreundlich. 

Schülerin

Mein schönstes Ackererlebnis waren dreckige Hände. 

Workshop-Teilnehmerin 

Ich habe gelernt, wie viele Tiere in einer Hand voll Erde leben. 

Schüler