Bodenrichtwerte aktualisiert
Stand: 23.06.2026
Nach einer langanhaltenden Phase kontinuierlicher Preissteigerungen seit dem Jahr 2010 verzeichnet der Erlanger Grundstücksmarkt in den vergangenen Jahren eine Trendwende.
Moderater Anstieg der Bodenwerte für individuelle Wohnbaugrundstücke und spürbarer Rückgang für Geschosswohnungsbaugrundstücke: Der unabhängige Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Bereich der Stadt Erlangen hat aktualisierte Bodenrichtwerte (Stichtag 1. Januar 2026) veröffentlicht. Nach einer langanhaltenden Phase kontinuierlicher Preissteigerungen seit dem Jahr 2010 verzeichnet der Erlanger Grundstücksmarkt in den vergangenen Jahren eine Trendwende. Die Entwicklung auf dem Grundstücksmarkt stellt sich je nach Lage und Segment differenziert dar.
Fast 120.000 Menschen leben in Erlangen
Für Grundstücke des individuellen Wohnungsbaus (Ein- und Zweifamilienhäuser) steigen die Preise im stadtweiten Durchschnitt um rund +5 % Für Geschosswohnungsbauland ist hingegen ein durchschnittlicher Preisrückgang von rund -7 % zu verzeichnen. Deutlich zeigt sich dieser Rückgang in besonders hochpreisigen Wohnlagen – hier wurden Rückgänge bis zu -10 % registriert. Die Richtwerte für gewerbliche Bauflächen stagnieren weitgehend auf dem Niveau von 2024.
Die beobachteten Preisänderungen fallen je nach Lage und Qualität der Grundstücke teilweise unterschiedlich aus. Insgesamt spiegelt die Entwicklung in Erlangen auch den allgemeinen Trend der benachbarten Städte in der Metropolregion wider. Die aktuellen Daten zeigen auch, dass der Raum Erlangen nach wie vor zu den gefragtesten Immobilienstandorten in Bayern gehört.
Bodenrichtwertkarte wird alle zwei Jahre aktualisiert
Die Bodenrichtwertkarte wird alle zwei Jahre vom Gutachterausschuss für den Bereich der Stadt Erlangen aktualisiert präsentiert. Darauf wird das Bodenpreisniveau für 277 Zonen im Stadtgebiet ausgewiesen. So kostet ein Quadratmeter Grundstück im Bereich gemischter Bauflächen in Steudach 335 Euro. Wer sich in der Innenstadt rund um die Nürnberger Straße einkaufen will, findet ein Bodenpreisniveau von bis zu 3.020 Euro/m² vor.
Die Schwabach im Schwabachtal (Foto:Pressestelle rh)
Erlangens teuerste Wohnlagen befinden sich neben den Innenstadtwohnlagen entlang des Schwabachtals (Sieglitzhof, Loewenichviertel und Burgberg), im Röthelheim und Stubenloh sowie auch in der Sebaldussiedlung und in Alterlangen. Die Bodenrichtwerte bewegen sich hier zwischen 945 und 1.470 Euro/m².
Transparenz für den Grundstücksmarkt
Rund 2.100 Kopien von Kaufvertragsurkunden für Grundstücks- und Wohnungsverkäufe der Jahre 2024 und 2025 wurden von der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses anonymisiert ausgewertet. Die ausgewerteten Daten der Kaufpreissammlung dienen dem Gutachterausschussgremium für die Bodenrichtwertermittlung und weiteren Immobilienmarktanalysen.
Die vom Gutachterausschuss vorgelegten neuen Zahlen sind keinesfalls nur interessant für Spezialisten aus der Immobilienbranche. Die Bodenrichtwerte tragen zur Transparenz auf dem Grundstücksmarkt bei. Sie dienen in besonderem Maße der Unterrichtung der Öffentlichkeit über die Situation am Immobilienmarkt. Darüberhinaus sind sie eine Grundlage bei der Bewertung von Immobilien und dienen der steuerlichen Bewertung.
Wo gibt es die Karte?
Zur kostenlosen Einsichtnahme hängt die neue Bodenrichtwertkarte aus
- im Foyer des Rathauses (Rathausplatz 1) oder
- in der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses in Erlangen ("Museumswinkel", Gebbertstraße 1, 2. OG).
Im Internet ist das kostenlose Bodenrichtwert-Viewing über den BayernAtlas möglich (www.bodenrichtwerte.bayern.de). Die Karte kann auch als Druckausgabe oder in digitaler Ausgabe (Format: pdf, jpg, tiff) zu 250 Euro gekauft werden.
Amtliche schriftliche Bodenrichtwertauskünfte erteilt die Geschäftsstelle auf Antrag gegen Gebühr. Kontakt unter der Telefonnummer 09131/ 86-1312 oder / 86-1313, per Fax: 09131/ 86-1311 oder per E-Mail: gutachterausschuss@stadt.erlangen.de.
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