Eichenprozessionsspinner
Stand: 22.06.2026
Im Stadtgebiet wird derzeit ein gehäuftes Aufkommen des Eichenprozessionsspinners beobachtet. Er kommt an verschiedenen Eichenarten vor.
Unterscheidungsmerkmal - Fast nur Eichen sind betroffen
Nicht jedes auffällige Gespinst an einem Baum stammt vom Eichenprozessionsspinner. Häufig werden dessen Nester mit den Gespinsten harmloser Gespinstmotten verwechselt.
Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist der Wirtsbaum: Der Eichenprozessionsspinner kommt fast nur an Eichen vor. Seine Raupen sind stark behaart und bewegen sich häufig in den typischen „Prozessionen“ hintereinander. Die feinen Brennhaare können beim Menschen Hautreizungen und allergische Reaktionen auslösen.
Gespinstmotten hingegen befallen vor allem Sträucher und andere Baumarten. Sie überziehen die Pflanzen oft vollständig mit weißen Gespinsten, ihre Raupen besitzen keine gesundheitsschädlichen Brennhaare.
Wie der Körper reagiert
Die sehr feinen Brennhaare des Eichenprozessionsspinners enthalten ein Eiweißgift. Dieses kann beim Menschen zu allergischen Reaktionen wie Hautreizungen führen. Selten gibt es Reizerscheinungen an der Bindehaut und in sehr seltenen Fällen kann er zu Reizungen der Atemwege bis zu Asthmaanfällen führen. Dabei muss man mit der Raupe selbst gar nicht in Kontakt kommen, da die Haare leicht abbrechen und bei günstiger Witterung über weitere Strecken verteilt werden. Befallene Bereiche sollten daher gemieden werden.
Richtiges Verhalten
Nach Kontakt mit den Raupenhaaren kann sich ein Juckreiz entwickeln, dem ein Hautausschlag folgen kann.
- Besonders Kinder sollten die Raupen nicht anfassen
- Befallene Gebiete sollten nach Möglichkeit gemieden werden
- Hautbereiche wie Nacken, Hals und Unterarme durch Kleidung schützen
- Es wird empfohlen, nach einem Kontakt mit den Raupen ein Duschbad mit Haarwäsche vorzunehmen und eine sorgfältige Reinigung der während des Befalls getragenen Kleidungsstücke bei 60 Grad in der Waschmaschine.
Bürger, die befallene Eichen auf städtischem Grund entdecken, können dies unter genauer Angabe des Ortes über den Mängel-Melder auf über www.erlangen.de/melder mitteilen. Für die Bekämpfung bei befallenen Eichen auf privatem Grund sind die jeweiligen Eigentümer verantwortlich.
Ausführliche Informationen gibt es auf der Webseite des Umweltbundesamts.