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Wenn der Pegel steigt: Das ist bei Hochwasser wichtig

Stand: 20.04.2026

Im Gegensatz zu sommerlichen Gewittern mit Starkregen lässt sich ein Hochwasser mit etwas mehr Zeit vorhersagen. Wie kann man vorbeugen und was ist dann bei einem Hochwasser zu tun?

Vor allem nach langem Dauerregen oder nach der Schneeschmelze, wie beispielsweise Anfang Februar, kann der Boden kein Wasser mehr aufnehmen. Das führt zu großen Wassermengen in Bächen und Flüsse, die sich dann häufig in reißende Ströme verwandeln. Die Versiegelung des Bodens durch den Bau von Gebäuden und Straßen vermindert dessen Fähigkeit zur Wasseraufnahme zusätzlich. Das gesamte Niederschlagswasser muss in Bäche oder Flüsse abfließen.

Das Wasser kann Gebäude, Wege oder Brücken fluten und unterspülen. Mitgeführtes Treibgut ist gefährlich, genauso wie Öl, das meist aus überfluteten Heizöltanks ins Wasser gelangt. Auch belasteter Schlamm und Fäkalien, die die Fluten mitführen, bergen ein Risiko für die Gesundheit und Umwelt. Verschmutztes Wasser ist eine Brutstätte für Krankheiten. Hochwasser kann auch die Wasser-, Gas-, Strom- und Telekommunikationsversorgung beeinträchtigen.

Einen vollständigen Schutz von Bauwerken gegen jedwedes Schadensereignis kann es natürlich nicht geben – dennoch lässt sich vorsorgen: Nach Möglichkeit sollten das Gebäude und der Hausrat versichert werden, da Schäden trotz staatlicher und privater Vorsorgemaßnahmen entstehen können. Wichtige Dokumente sollten außerhalb des Hochwassergefahrenbereichs aufbewahrt werden. Auch das Bereithalten einer eigenen Abwasserpumpe kann sinnvoll sein.

Sollte es zu einem Hochwasser kommen und das eigene Gebäude bzw. Wohnung ist betroffen, sollte der Strom im betroffenen Bereich abgeschaltet werden. Überschwemmte Räume sollten auf keinen Fall betreten werden. Das gleiche gilt für überschwemmte Uferbereiche, Straßen oder Unterführungen, dort besteht Lebensgefahr. Falls man sein Gebäude bzw. seine Wohnung verlassen muss, sollte ein kleines Notgepäck bereitstehen (wichtige Medikamente und Dokumente, Wechselkleidung und eine Flasche Wasser).

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hält viele weiterführende Informationen rund um das Thema bereit.

Weitere Informationen zum Thema sind unter erlangen.de/krisenvorsorge abrufbar. 

Die Stadt Erlangen informiert jeden Monat in der Reihe „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ über einen Themenbereich.

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