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Klima-Allianz: Hohe Beteiligung zeigt Stellenwert

Stand: 26.10.2026

Die wachsende Beteiligung zeigt, dass Klimaschutz und wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit gemeinsam gedacht werden. Die Klima-Allianz bietet dafür einen Rahmen, in dem Wissen geteilt, Lösungen diskutiert und konkrete Schritte für ein klimaneutrales Erlangen angestoßen werden können.

Mehr als 30 Unternehmen und Organisationen tauschten sich vor wenigen Tagen beim 7. Netzwerktreffen der Erlanger Klima-Allianz im Rathaus über Risiken, innovative Technologien und konkrete Maßnahmen für mehr Klimaschutz aus. Das große Interesse verdeutlicht den hohen Stellenwert, den Klimaschutz in der Erlanger Wirtschaft einnimmt. Das gilt auch angesichts aktueller Herausforderungen wie der wirtschaftlichen Rezession, kriegerischer Konflikte und hoher Preise für fossile Energieträger.

Neben Oberbürgermeister Jörg Volleth nahmen auch Zweite Bürgermeisterin Eva Linhart sowie Sabine Bock, Referentin für Umwelt und Klimaschutz der Stadt, an dem Treffen teil. In seiner Begrüßung betonte der Oberbürgermeister die wichtige Rolle und Verantwortung der Wirtschaft auf dem Weg zur Klimaneutralität.

In ihrem Vortrag „Wenn Wetter zur Gewinn- und Verlustgröße wird“ beleuchtete Umweltreferentin Bock die wirtschaftlichen Folgen zunehmender Hitze. Vor dem Hintergrund der Hitzewellen und Temperaturrekorde des vergangenen Sommers zeigte sie auf, wie sich der Klimawandel auf Unternehmen auswirkt. Neben Schäden an der Infrastruktur und Folgen für die Landwirtschaft geraten auch betriebliche Abläufe zunehmend unter Druck. Steigen die Temperaturen auf über 30 Grad, kann die Produktivität der Beschäftigten sinken, während gleichzeitig der Energiebedarf und damit die Energiekosten steigen. Für Unternehmen entsteht so eine doppelte Belastung. Die zentrale Botschaft des Vortrags lautete deshalb: „Das Klimarisiko wird zum Finanzrisiko.“ Abschließend gab Bock Hinweise, wie Unternehmen Klimarisiken frühzeitig berücksichtigen, ihre Widerstandsfähigkeit stärken und sich auf die Folgen des Klimawandels vorbereiten können.

Praxisbeispiele zeigen konkrete Lösungswege

Wie Klimaschutzmaßnahmen in der Praxis umgesetzt werden können, verdeutlichten drei weitere Impulsbeiträge. Die Themen reichten 

  • vom weltweit ersten CO₂-neutralen Gebäudeabbruch am Siemens Technology Campus in der Frauenauracher Straße über 
  • mögliche Modelle für „Energy Sharing“ in Erlangen bis hin 
  • zur ersten Inbetriebnahme eines nachhaltigen stationären Natrium-Ionen-Speichers in Deutschland beim kommunalen Betrieb für Stadtgrün, Abfallwirtschaft und Straßenreinigung.

Die vorgestellten „Best-Practice“-Beispiele stießen auf großes Interesse. Sie zeigten unterschiedliche technische und organisatorische Ansätze auf und gaben den Teilnehmenden Anregungen für eigene Klimaschutzmaßnahmen.

Zwei weitere Vorträge ergänzten das Programm: Sie informierten über den aktuellen Stand des Photovoltaik-Ausbaus in Erlangen sowie über die Klima-Erfolgsindikatoren der Partner der Erlanger Klima-Allianz. Diese Indikatoren machen Fortschritte im betrieblichen Klimaschutz anhand konkreter Daten nachvollziehbar und schaffen eine Grundlage, um die eigene Entwicklung zu bewerten.

Das 7. Netzwerktreffen unterstrich damit erneut die Bedeutung des Austauschs zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Stadtverwaltung. Die wachsende Beteiligung zeigt, dass Klimaschutz und wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit gemeinsam gedacht werden. Die Klima-Allianz bietet dafür einen Rahmen, in dem Wissen geteilt, Lösungen diskutiert und konkrete Schritte für ein klimaneutrales Erlangen angestoßen werden können.

Weitere Informationen zur Klima-Allianz gibt es im Internet unter www.klima-aufbruch.de.

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