Luftbeobachtung wegen Waldbrandgefahr
Stand: 09.07.2026
Per Flugzeug werden am Samstag/Sonntag, 11./12. Juli, die Wälder wieder aus der Luft beobachtet. Dies erfolgt als Maßnahme der vorbeugenden Waldbrandbekämpfung.
Warum gibt es die Waldbrandgefahr?
Hauptursache sind die fehlenden Niederschläge und die in den nächsten Tagen zu erwartenden hohen Temperaturen. In der Gesamtschau ergibt sich daraus aktuell eine hohe Waldbrandgefahr in der Region. Gefährdet sind vor allem
- lichte Kiefernbestände
- von der Bevölkerung stark besuchte Wälder in Ballungsgebieten.
Bereits kleinste Zündquellen können ausreichen, um Brände zu verursachen. Entsprechend ist besondere Vorsicht geboten – sowohl im Wald selbst als auch in dessen unmittelbarer Umgebung. Die Waldbrandgefahr in Mittelfranken wird am Wochenende nach Darstellung des Deutschen Wetterdienstes deutlich zunehmen.
Wann und wie erfolgt die Luftbeobachtung?
Die Flüge erfolgen am Samstag/Sonntag, 11./12. Juli, in den Nachmittagsstunden. Da ist die Waldbrandgefahr durch die steigenden Temperaturen und Freizeitaktivitäten der Bevölkerung am größten. Wegen des schönen Wetters wird auch eine erhöhte Zahl von Ausflüglern in Wald und Flur unterwegs sein.
Geflogen wird eine festgelegte Route: Von Erlangen-Dechsendorf über Schnaittach, Hersbruck und Allersberg bis nach Pleinfeld. Von dort wird über Abenberg, Nürnberg-Moorenbrunn, Nürnberg-Buchenbühl und Erlangen-Tennenlohe - mit einer Schleife über Emskirchen, Wilhermsdorf, Heilsbronn und Windsbach - wieder zum Ausgangspunkt zurückgeflogen. Auf diese Weise können die besonders gefährdeten Waldgebiete wie zum Beispiel der Sebalder und Lorenzer Reichswald bei Nürnberg und auch das westliche Mittelfranken aus der Luft gut eingesehen werden.
Die Befliegung wird von ehrenamtlichen Piloten der Luftrettungsstaffel Mittelfranken (Stützpunkte Schwabach-Büchenbach und Rothenburg o.d.T. ) durchgeführt. An Bord des eingesetzten Flugzeugs befinden sich neben dem Piloten je eigens dafür ausgebildete Luftbeobachter der Feuerwehr und der Forstbehörden. Sie sichten die relevanten Waldgebiete aus der Luft auf mögliche Brandgefahren. Wird ein Brand festgestellt, wird aus der Luft per Funk die Feuerwehr alarmiert und zur Brandstelle geleitet.
Angeordnet hat die Luftbeobachtung die Regierung von Mittelfranken. Dies erfolgte in Abstimmung mit dem regionalen Waldbrandbeauftragten der Bayerischen Forstverwaltung.
Foto: KFV ERH/Sebastian Weber
Im Wald richtig verhalten
- Rauchverbot beachten: Das Rauchen im Wald ist vom 1. März bis zum 31. Oktober verboten
- Kein Feuer (auch kein Grillfeuer) im und am Wald entzünden
- Keine brennenden Zigaretten aus dem Auto werfen
- Fahrzeuge wegen der heißen Fahrzeugkatalysatoren keinesfalls auf leicht entzündbarem Untergrund parken. Pkw, Krafträder und landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge dürfen deshalb nicht auf Wiesen und Waldwegen abgestellt werden.
Waldbrände unverzüglich über die Notrufnummer 112 melden
Waldbrand (Foto: Pixabay)
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