Spitzenplatz für Erlangen bei Künstlicher Intelligenz
Stand: 06.11.2026
Erlangen gehört zu den führenden KI-Standorten Deutschlands und belegt im neuen KI-Ranking bundesweit den zweiten Platz hinter München.
Zweiter Platz im KI-Ranking
Im Städteranking von IW Consult im Auftrag der WirtschaftsWoche und des Online-Portals ImmoScout24 liegt Erlangen erneut in der Spitzengruppe der stärksten deutschen Großstädte. Besonders erfolgreich schneidet die Stadt im neu entwickelten „Deutschlandatlas der Künstlichen Intelligenz“ ab: Erlangen erreicht bundesweit den zweiten Platz hinter München. Damit zählt die Hugenottenstadt zu den führenden Standorten für Künstliche Intelligenz in Deutschland. Eine führende Rolle spielt dabei auch die Friedrich-Alexander-Universität.
Das Ranking untersucht, wo sich leistungsfähige KI-Ökosysteme entwickeln. Bewertet werden unter anderem:
- die Zahl der KI-Start-ups je 10.000 Einwohnerinnen und Einwohner ab 18 Jahren,
- der Anteil von Stellenausschreibungen und Unternehmen mit KI-Bezug sowie
- die Zahl der Digitalisierungspatente je 100.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte.
Erlangen verbessert sich im Niveauranking
Auch im sogenannten Niveauranking erzielt Erlangen ein sehr gutes Ergebnis. Die Stadt belegt bundesweit den fünften Rang und verbessert sich damit gegenüber dem Vorjahr um zwei Plätze. Die Bewertung basiert auf 51 Einzelindikatoren aus den Bereichen:
- Arbeitsmarkt
- Wirtschaftsstruktur
- Immobilienmarkt und
- Lebensqualität.
Besonders positiv wirken sich der leistungsfähige Arbeitsmarkt und der hohe Anteil hochqualifizierter Beschäftigter aus.
Gute Voraussetzungen für Unternehmen und Fachkräfte
Das starke KI- und Innovationsumfeld schafft wichtige Voraussetzungen für Forschung, Unternehmensgründungen und die Gewinnung von Fachkräften. Bürgerinnen und Bürger profitieren von hochwertigen Arbeitsplätzen und einer dynamischen Wirtschaftsstruktur.
Im sogenannten Dynamikranking liegt Erlangen bundesweit auf Platz 66. Bei dieser Wertung werden 35 wirtschaftliche Indikatoren über fünf Jahre verglichen. Besondere Bedeutung hat dabei die Entwicklung des Gewerbesteueraufkommens, weshalb sich Erlangen gegenüber dem Vorjahr um vier Plätze verschlechtert hat.
Herausforderungen bei Wohnraum und Finanzen
Die Auswertung zeigt zugleich wichtige Handlungsfelder auf. Dazu zählen insbesondere die Verfügbarkeit von Wohnraum trotz einer großen Zahl an Baugenehmigungen, das hohe Mietniveau und die deutlich gesunkenen Steuereinnahmen der Stadt.
Oberbürgermeister Jörg Volleth: „Die finanzielle Situation unserer Stadt ist herausfordernd. Aber Erlangen hat enorme Stärken, auf die wir bauen können: unsere Wissenschaft, unsere Innovationskraft und die Menschen, die diesen Standort jeden Tag voranbringen. Das Ranking macht deutlich, welches Potenzial in unserer Stadt steckt."
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