Stadt wird Verein für den Gedenk- und Lernort beitreten
Stand: 26.10.2026
Die ehemalige Heil- und Pflegeanstalt, im Volksmund „Hupfla“ genannt, war während der NS-Zeit Schauplatz schwerster Verbrechen. Zweck des Vereins ist die Förderung des Gedenkens und die Aufrechterhaltung der Erinnerung an NS-Verbrechen in Heil- und Pflegeanstalten.
Die Stadt Erlangen wird neben anderen Institutionen Gründungsmitglied eines neuen Vereins für den Gedenk- und Lernort auf dem Gelände der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt. Das hat der Haupt-, Finanz- und Personalausschuss des Erlanger Stadtrats beschlossen.
Aufrechterhaltung der Erinnerung an NS-Verbrechen
Der Verein soll im Gebäude Schwabachanlage die Schaffung eines inklusiven, interdisziplinären, innovativen und zeitgemäßen Gedenk- und Lernorts
- planen
- umsetzen und
- später betreiben.
Zweck des Vereins ist die Förderung des Gedenkens und die Aufrechterhaltung der Erinnerung an NS-Verbrechen in Heil- und Pflegeanstalten, insbesondere an der ehemaligen Erlanger Anstalt. Dazu sollen auch aktuelle und zukünftige medizinethische, juristische und wissenschaftsethische Fragestellungen einbezogen werden.
"Hupfla" an der Schwabachanlage (Foto: Erich Malter)
Federführend für die Gründung ist das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration. Ein Mitgliedsbeitrag wird nicht erhoben. Weitere institutionelle Mitglieder können nach der Gründung aufgenommen werden. Bei der noch nicht final geklärten Finanzierung des Projektes hofft man auf weitere Unterstützung durch den Freistaat Bayern.
Schauplatz schwerster Verbrechen
Die ehemalige Heil- und Pflegeanstalt, im Volksmund „Hupfla“ genannt, war während der NS-Zeit Schauplatz schwerster Verbrechen. Bis Mitte 1941 wurden von Erlangen aus mehr als 900 Patientinnen und Patienten in Tötungsanstalten deportiert. Ab 1942 starben dort infolge systematischer Hungerkost mindestens weitere 1.000 Menschen.
Das Gründungsbüro von Stadt und Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg bearbeitet derzeit die juristischen und planerischen Grundlagen und entwickelt zugleich Vermittlungs- und Kommunikationsangebote. Im November beginnt eine umfassende Veranstaltungsreihe.
Weitere Informationen unter https://www.str1.rw.fau.de
Lesen Sie auch
Historisch Interessierte & Gedenken
Erlangen hat eine lange Geschichte, mit sowohl positiven als auch negativen Ereignissen.
Historisch Interessierte & Gedenken
Erlangen hat eine lange Geschichte, mit sowohl positiven als auch negativen Ereignissen.
Stadtarchiv
Amtsleitung: Dr. Andreas Jobst
Anschrift
Öffnungszeiten
Sie können telefonisch zusätzliche Termine vereinbaren.
Telefonische Erreichbarkeit:
Montag: 09:00 – 18:00 Uhr
Dienstag: 09:00 –16:00 Uhr
Mittwoch: 08:00 – 12:00 Uhr
Donnerstag: 09:00 – 16:00 Uhr