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Stadtgeschichte(n)

Stand: 24.11.2025

„Rückert-Birke“: Erinnerung und Inspiration

Im Herbst 1826 berief die Erlanger Universität den Dichter und Gelehrten Friedrich Rückert (1788-1866) zum Professor für orientalische
Sprachen. Für Rückert begann eine äußerst schaffensreiche Zeit, die von schweren Schicksalsschlägen überschattet wurde: Im Winter
1833/34 erlagen seine Kinder Luise und Ernst im Alter von drei und fünf Jahren einer Scharlacherkrankung. Seiner tiefen Trauer verlieh der Dichter in 428 „Kindertodtenliedern“ Ausdruck, von denen einige später von Gustav Mahler vertont wurden. Als Rückert 1841 aus Erlangen fortging, ließ er auf dem Grab seiner Kinder auf dem Neustädter Friedhof eine Birke pflanzen.

Ungewöhnliches Sammlungsobjekt 

Die „Rückert-Birke“ musste im Februar 2016 stark gestutzt werden. Am Kindergrab blieb nur der untere Stamm erhalten, ein Stammfragment wurde geborgen und seither im Depot des Stadtmuseums verwahrt. Dort entdeckte die bildende Künstlerin Regine von Chossy das ungewöhnliche Sammlungsobjekt und gab ihm einen Platz in der Kunstausstellung „Intervention und Spurensuche“. Bis 12. März ist die „Rückert-Birke“ noch im Stadtmuseum zu sehen.

Ein Baumstamm auf einer Platte mit Bild an der Wand im Hintergrund.
Foto: Dieter Zeitler


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Außenansicht des Stadtmuseum Erlangen Innnenhof.
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