Stadtgeschichte(n): "Eine Stadt im Haus" - Der Lange Johann
Stand: 03.11.2026
Das damals höchste Wohnhaus Bayerns feierte am 14. September 1973 nach vierjähriger Bauzeit (Mai 1969 bis September 1973) Richtfest. Die Rede ist vom Langen Johann.
Die ersten Mieter zogen ein Jahr später ein. 382 Wohnungen und 19 Ladenlokale auf 27 Etagen bildeten diese „Stadt im Haus“. Schwimmbad, Medizinische Bäderabteilung, Fitnesscenter, Arztpraxen, Gaststätten und Einkaufsmöglichkeiten hatten die Erlanger Architekten Hanns und Heinz Scherzer in ihren Entwurf für das Bauwerk integriert.
Eine „Synthese von Funktion und Schönheit in zeitgemäßem Stil“ pries der Projektträger BEWOBAU Hamburg an. Der ursprünglich neben dem Haus geplante „Englische Garten“ wurde nie realisiert. Bis heute ist der Lange Johann, dessen Name 1972 im Rahmen eines Preisausschreibens gefunden wurde mit über 1.000 Bewohnern das größte Wohnhaus Bayerns. Klingt einladend? Das Internet verrät allerdings, dass abgesehen von Kellerabteilen dort kein freies Plätzchen zu haben ist.
Einblicke in den Erlanger Wolkenkratzer gibt ein Beitrag in der Sendung „Zwischen Spessart und Karwendel“ vom 9. September 2023 des Bayerischen Rundfunks.
Der Lange Johann kurz vor seiner Fertigstellung (Foto: Stadt Erlangen)
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