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Stadtgeschichte(n): Kurioses zu Ostern

Stand: 03.11.2026

Begegnungen mit einem „echten“ Osterhasen – so lautete die Überschrift der Erlanger Nachrichten am 17. April 1954. Anlass war das Zusammentreffen des Schreibers mit einer Medizinstudentin im Schlossgarten.

Sie ging mit einem Hasen an der Leine spazieren ging. Das Tier „Purzel“ hatte sie als Neugeborenes in ihrem Garten gefunden. Großgezogen hat sie ihn dann mit verdünnter Milch, Bananen, Orangen und Schlagsahne. 

Sinn für Musik und Sahne 

Er schien auch für Musik einen Sinn zu haben: wenn seine Besitzerin Geige spielte, kam er neugierig näher, beim Klavierspiel zeigte er keine Reaktion. Zunächst war er tagsüber in ihrer Wohnung und schlief nachts in einem Nestchen. Als es der Medizinstudentin doch zu viel wurde, entschloss sie sich, ihn dem Zoologischen Institut der Friedrich-Alexander-Universität zu überlassen. Nach mehreren Ausbruchsversuchen musste er dort in einem Käfig unterbracht werden. Nur wenn ihn seine alte Besitzerin besuchte, erhielt er, wie beim beschriebenen Zusammentreffen, Ausgang und durfte sogar im Café Mengin ein wenig Sahne schlecken. 

Ein schwarz weiß Bild mit zwei Männern und einer Frau an einem Tisch samt einem Hasen

„Purzel“ mit den wissenschaftlichen Assistenten des Zoologischen Instituts und seiner Besitzerin im Café Mengin.
Foto: Stadtarchiv / Rudi Stümpel


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