Stadtgeschichte(n): „Alte Meister“ in Erlangen
Stand: 03.11.2026
Ab Januar 1906 waren in der Erlanger Orangerie rund 120 Werke „Alter Meister“ aus den Sammlungen der Alten Pinakothek in München ausgestellt.
Die Einrichtung dieser „Königlichen Filialgemäldegalerie“ erfolgte auf Initiative der Friedrich-Alexander-Universität und sollte vor allem der kunsthistorischen Bildung der Studierenden dienen. Aber auch bei der übrigen Bevölkerung war die „Kleine Pinakothek“ überaus beliebt. Der spätere Vorsitzende des Kunstvereins, Christian Kazner, erinnerte sich an regelrechte „Völkerwanderungen, die dort hin Sonntag für Sonntag strömten. Es lockte das Neue, man war stolz darauf, das Erlangen eine eigene Gemäldegalerie besaß“.
Zweite Wahl?
Die Verantwortlichen der Universität waren weniger angetan: Der Konservator Ludwig Curtius beklagte, dass man aus München vor allem zweitrangige Werke erhalten habe und einige wertvolle Stücke von Rubens und Cranach bald zurückgefordert wurden: „Ich habe keine Lust, nur als Einpacker guter Bilder, als Auspacker schlechter meine Zeit zu verlieren“. 1934 wur den sämtliche Gemälde zur Reinigung und Untersuchung nach München gebracht. Dies bedeutete faktisch die Auflösung der Erlanger Galerie, da seitens der Universität wenig Interesse an einer Fortsetzung bestand.
Foto: Blick in die Gemäldegalerie in der Orangerie um 1906. Eine Postkarte aus der Sammlung des Heimat- und Geschichtsvereins Erlangen e. V. (Foto: Stadtmuseum)
Mehr zur Stadtgeschichte
Historisch Interessierte & Gedenken
Erlangen hat eine lange Geschichte, mit sowohl positiven als auch negativen Ereignissen.
Kleine Stadtgeschichten
Erlangen hat eine lange und interessante Geschichte. Es gibt viel zu erzählen. Ein Blick zurück.
Historisch Interessierte & Gedenken
Erlangen hat eine lange Geschichte, mit sowohl positiven als auch negativen Ereignissen.
Kleine Stadtgeschichten
Erlangen hat eine lange und interessante Geschichte. Es gibt viel zu erzählen. Ein Blick zurück.