Startschuss für den Klima-Aufbruch

Stand: 04.11.2022

Der Erlanger Stadtrat hat mit seiner Entscheidung am 27. Oktober entschieden, den Maßnahmenkatalog „Fahrplan Klima-Aufbruch“ zur Grundlage des weiteren Handelns zu machen. Im Jahr 2023 sollen neue städtische Mitarbeiter*innen gewonnen werden, um mit der Umsetzung von 14 ausgewählten Maßnahmen starten zu können.

Zu den 14 Maßnahmen gehören auch die 12 „Leuchtturm-Maßnahmen“, die von den beteiligten Fachexpert*innen des ifeu ausgewiesen wurden. Sie haben entweder eine hohe Priorität aufgrund der Vorbildfunktion, weisen ein sehr hohes CO2-Einsparpotenzial auf oder sind besonders innovativ. Der Erlanger Stadtrat entscheidet im November darüber, wie viele neue Stellen für den Klima-Aufbruch geschaffen werden. 

Bürger*innen, Unternehmen und Interessensgruppen sind aufgerufen, mit ihrem Beitrag im „Stadtvertrag Klima“ sich am Klima-Aufbruch zu beteiligen und so die Klimaneutralität Erlangens zu ermöglichen.  

Maßnahmen des Klima-Aufbruch

Der Fahrplan Klima-Aufbruch beschreibt, wie durch sektorübergreifende Maßnahmen zum Thema Klimaschutz und durch Maßnahmen in den Bereichen Energieversorgung, Gebäude, Mobilität sowie Ernährung und Konsum Erlangen klimaneutral werden kann. Für 14 der vorgeschlagenen Maßnahmen, die eine schnelle und hohe Reduzierung des CO2-Ausstoßes versprechen und andere Akteure innerhalb der Stadtgesellschaft zum Handeln motivieren, soll im kommenden Jahr neues Personal eingestellt werden, um die Maßnahmen vertieft anzugehen.

Eine Auflistung der 14 Maßnahmen finden Sie hier. Eine wichtige Rolle spielt die Vorbildwirkung der Stadtverwaltung, die vor 2030 klimaneutral arbeiten soll. Parallel soll auch bei anderen Akteuren die Sanierung von Immobilien weiter angeschoben werden, um einen klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen. Dazu sollen unter anderem eine Vielzahl von unabhängigen und neutralen Beratungsangeboten in dem sogenannten „One-Stop-Shop“ unter einem Dach zusammengefasst werden.

Ein wesentlicher weiterer Aspekt ist die sogenannte Wärmewende: Ziel ist die Dekarbonisierung des Erlanger Fernwärmenetzes und kleinerer Wärmenetze (Nahwärmenetze), also die Umstellung von fossilen auf regenerative Energiequellen. Die Mobilitätswende soll weiter angeschoben werden, um die Verkehrsbelastung zu reduzieren und mehr Orte für Begegnung und Ruhe zu schaffen. Im ersten Schritt sollen die bereits im Verkehrsentwicklungs- und Mobilitätsplan (VEP) festgehaltenen Maßnahmen zur Stärkung der klimafreundlichen Mobilität gegenüber der Nutzung des Autos weiterverfolgt und vertieft werden.

Begleitend soll verstärkt auf die Landes- und Bundesebene eingewirkt werden, damit die Rahmenbedingungen für den kommunalen Klimaschutz verbessert werden.


Aufruf zur Online-Unterzeichnung des „Stadtvertrags Klima“

Klimaschutz soll zukünftig stärker in Partnerschaft mit der Stadtgesellschaft erfolgen, um gemeinsam das Ziel der Klimaneutralität zu erreichen. Dieses neue Verständnis der Zusammenarbeit soll durch den Stadtvertrag Klima verkörpert werden. Alle Menschen, Unternehmen und Interessengruppen aus Erlangen sind dazu aufgerufen, sich dem symbolischen „Stadtvertrag Klima“ anzuschließen und einen individuellen Beitrag zum Klima-Aufbruch einzureichen. Der Vertrag kann ab sofort online unterzeichnet werden.

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