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Starkregen und Sturzfluten

Stand: 29.05.2026

Vorsorge schützt Leben und Eigentum.

Kaum präzise vorhersagbar und örtlich begrenzt: Unwetter mit Starkregen treten häufig im Sommer in Kombination mit Gewittern auf. Dabei kann in wenigen Minuten oder Stunden so viel Regen fallen wie sonst während eines ganzen Monats. Oft bahnen sich die überschüssigen Wassermassen als Sturzfluten außerhalb von Bächen und Flüssen ihren Weg. Wenn das Wasser nicht schnell genug im Erdreich versickern oder über ein Kanalsystem abgeführt werden kann, können Unterführungen, Tiefgaragen oder Keller schnell volllaufen. Auch in Erlangen gab es in den letzten Jahren immer wieder Starkregenereignisse, die große Schäden verursacht und den Einsatzkräften viel Arbeit beschert haben.

Unsere Tipps zur Vorsorge  

  • Wichtig ist es deshalb, Wettervorhersagen und Warnmeldungen des Deutschen Wetterdienstes aufmerksam zu verfolgen. Während eines Unwetters oder einer Sturzflut sollte man möglichst im Gebäude bleiben, jedoch Kellerräume und Tiefgaragen unbedingt meiden.
  • Bei einem Unwetterereignis mit vielen betroffenen Gebäuden und Straßen können die Einsatzkräfte nicht gleichzeitig überall sein. Deshalb ist es wichtig, die Notrufleitungen (112) ausschließlich für akute Notfälle freizuhalten.
  • Besonders wichtig ist es, frühzeitig Vorsorge zu treffen. Rückstauklappen im Keller sollten regelmäßig überprüft werden, damit Wasser nicht über die Kanalisation in Gebäude eindringen kann. Elektrische Geräte und Heizungen in gefährdeten Räumen sollten frühzeitig ausgeschaltet werden, um Schäden und die Gefahr eines Stromschlags zu vermeiden. Falls notwendig, sollte der Strom im betroffenen Bereich komplett abgeschaltet werden.
  • Tiefgaragen können sich innerhalb kürzester Zeit mit Wasser füllen und zu lebensgefährlichen Fallen werden. Überflutete Straßen dürfen keinesfalls befahren werden, da bereits geringe Wassermengen ausreichen, um Fahrzeuge zu beschädigen oder wegzuschwemmen.
  • Grundsätzlich gilt: Anderen Menschen helfen, aber nicht selbst in Gefahr bringen.  Kinder und hilfsbedürftige Personen sollten frühzeitig aus gefährdeten Bereichen gebracht werden.

Um Gefahren besser einschätzen und geeignete Schutzmaßnahmen zu entwickeln, wird derzeit eine Starkregengefahrenkarte für das gesamte Stadtgebiet erstellt.  Sie soll durch Mithilfe der Bevölkerung aufzeigen, wo bei Starkregen oberflächliche Abflüsse, Überspülungen durch Gewässer oder Überflutungen aus dem Kanalsystem auftreten können (Details im Internet unter www.erlangen.de/aktuelles/starkregenkarte-mithilfe-gefragt).

Weitere Informationen zum Thema sind unter www.erlangen.de/krisenvorsorge abrufbar. Die Stadt Erlangen informiert jeden Monat in der Reihe „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ über einen Themenbereich.

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Vorsorgen für Krisen und Katastrophen

Deutschland ist eines der sichersten Länder der Welt. Dennoch gibt es auch hier Krisen, die gewohnte alltägliche Abläufe stören. Extreme Wetterereignisse nehmen zu. Durch Cyberattacken, Desinformation oder Sabotage finden Angriffe auf Infrastrukturen, Meinungsbildung und Zusammenhalt statt.