Schaffung eines Ortes der Erinnerung an die Opfer der Euthanasie

Gemeinsam mit verschiedenen Projektpartnern soll auf dem Gelände der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt Erlangen (HuPfla) ein Erinnerungs- und Zukunftsort eingerichtet werden. Ziel ist es, an die NS-Medizinverbrechen in der HuPfla zu erinnern und den Opfern zu gedenken, aber auch einen Blick in die Zukunft zu richten und sich im Dialog mit heutigen medizinethischen Fragestellungen auseinanderzusetzen.

Informationen

.Im Juli 2019 wurde Jörg Skriebeleit, Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, gemeinsam mit seinem wissenschaftlichen Mitarbeiter Julius Scharnetzky beauftragt, ein Rahmenkonzept für eine künftige Gedenkstätte der Euthanasie-Opfer in Erlangen zu erarbeiten. Dieses Konzept wurde am 30.Juni 2020 der Stadt übergeben. Eine Lenkungsgruppe aus allen beteiligten Projektpartnern begleitet die Umsetzung des Konzeptes. Im Rahmen eines gemeinsamen Forschungsprojekts untersuchen das Institut für Geschichte und Ethik der Medizin an der Friedrich-Alexander-Universität und das Stadtarchiv Erlangen die Ereignisse in der Heil- und Pflegeanstalt in den Jahren 1933 bis 1945. Das Projekt ist auf zwei Jahre angesetzt und begann am 1. Oktober 2019.Im Herbst 2022 wird ein städtebaulicher und freiraumplanerischer Ideenwettbewerb ausgelobt. Im Wettbewerb sollen erste Ideen vom künftigen Erinnerungs- und Zukunftsort entwickelt werden. Das Ergebnis soll im Sommer 2023 vorliegen.
Stand: 20.09.2022