Baumfällung oder Baumveränderung; Beantragung

Bevor Sie einen Baum, auch wenn er sich auf Ihrem eigenen Grund und Boden befindet, fällen, sollten Sie sich bei Ihrer Gemeinde erkundigen, ob sie eine Baumschutzverordnung erlassen hat. Bäume dürfen dann ggf. nur mit Genehmigung gefällt oder zurückgeschnitten werden.

Informationen

Gemeinden können gemäß § 29 Abs. 1 Satz 2 Bundesnaturschutzgesetz in Verbindung mit Art. 51 Abs. 1 Nr. 5a des Bayerischen Naturschutzgesetzes Baumschutzverordnungen zum Schutz von Bäumen und Sträuchern innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile erlassen. Die damit erreichte Durchgrünung der bebauten Bereiche hat erhebliche positive Wirkungen, wie z.B. die Belebung und Pflege des Ortsbildes, eine Verbesserung des Stadtklimas sowie die Minderung des Lärms und Reinhaltung der Luft.

Baumschutzverordnungen normieren u.a. Verbote zur Beseitigung und Zerstörung der geschützten Bäume. Das Baumfällverbot gilt auch, wenn sich die Bäume auf dem eigenen Grundstück befinden. In Einzelfällen sind Ausnahmen zulässig. In der Regel müssen dann jedoch Ersatzpflanzungen vorgenommen werden.

Über eine kurze Anfrage bei Ihrer Gemeinde können Sie klären, ob in Ihrem Gemeindegebiet eine Baumschutzverordnung existiert und welche Anforderungen und Beschränkungen sich daraus für Sie ergeben.


Regionale Ergänzung (Redaktionell verantwortlich: Stadt Erlangen)

Mit dem Erlass der Baumschutzverordnung 1975 hat die Stadt Erlangen die besondere Bedeutung des Baumbestandes im Stadtgebiet herausgestellt. Bäume haben vielfältige Wohlfahrtswirkungen für alle Bewohner der Stadt und sind gleichzeitig ein wichtiger Lebensraum für Vögel, Kleintiere und Insekten. Bäume wirken beruhigend durch ihr Grün im Sommer und erfreuen durch ihr leuchtend gelbes Laub im Herbst. Denken Sie daran, wenn es um den Erhalt der Bäume geht. Das besondere Ziel ist es, die Bäume im Stadtgebiet zum Schutz und zur Pflege des Stadtbildes sowie zur Klimaverbesserung zu erhalten.

Geschützt sind Bäume ab einem Stammumfang von 80 cm, gemessen in einer Höhe von einem Meter und alle Ersatzpflanzungen. Fällungen oder über reine Pflegeschnitte hinausgehende Rückschnitte bedürfen daher der Genehmigung.

Nicht unter Schutz stehen Obstbäume, außer Walnuss und Esskastanie. Weitere Ausnahmefälle sind in §2 der Baumschutzverordnung beschrieben.

Aus Gründen der Verkehrssicherheit dürfen tote/abgestorbene Bäume genehmigungsfrei gefällt werden, dies ist nur anzeigepflichtig. Hierfür senden sie bitte eine Email mit Standort des Baumes, und wenn möglich, aussagekräftigen Fotos.

Stand: 22.07.2022
Redaktionell verantwortlich: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (siehe BayernPortal)

Abt. Naturschutz und Landschaftsplanung

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Schuhstraße 40
91052 Erlangen

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Dienstag: 09:30 - 15:00 Uhr
Mittwoch: 09:30 - 15:00 Uhr
Donnerstag: 09:30 - 15:00 Uhr
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Amt für Umweltschutz und Energiefragen

Amtsleitung: Reiner Lennemann

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