Startschuss für den ersten Aktionsplan „Gewaltschutz“
Stand: 12.10.2026
Nach dem Beitritt der Stadt Erlangen zur Europäischen Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene im November 2025 geht es nun um die Konzeption und konkrete Arbeit am ersten Gleichstellungsaktionsplan. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Thema „Gewaltschutz: Bekämpfung geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt“. Dieser soll innerhalb von zwei Jahren erarbeitet und anschließend umgesetzt werden.
Erster Schritt: Bestandsaufnahme durch Online-Umfrage im Herbst 2026
Im ersten Schritt wird eine umfassende Bestandsaufnahme durchgeführt. Dazu hat die Gleichstellungsstelle in Zusammenarbeit mit dem Amt für Statistik der Stadt Erlangen eine Online-Umfrage erstellt, die sich an Organisationen und Institutionen richtet, die im Bereich Gewaltschutz tätig sind oder in ihrer Arbeit mit gewaltbetroffenen Menschen in Kontakt kommen (könnten). Durch eine breite Beteiligung lokaler Expert*innen soll zuerst ein möglichst ganzheitlicher und vielschichtiger Überblick der aktuellen Situation gewonnen werden.
Ziele der Umfrage sind:
- bestehende Angebotsstrukturen und mögliche Versorgungslücken sichtbar machen
- interne und externe Vernetzungsstrukturen aufzeigen sowie Synergien herausarbeiten
- Ansätze und Ideen für eine langfristige und nachhaltige Optimierung der Zusammenarbeit und Bedarfsdeckung sammeln
- Grundlage für die zukünftige, partizipative Maßnahmenentwicklung schaffen
Zweiter Schritt: Auftaktveranstaltung zur gemeinsamen Erarbeitung des Aktionsplanes
Die ersten Erkenntnisse der Umfrage werden in der Auftaktveranstaltung zur Erstellung des Gleichstellungsaktionsplans im November 2026 vorgestellt und diskutiert. An diesem Tag werden in einem breit angelegten Beteiligungsprozess mit Expert*innen aus dem Bereich Gewaltschutz und engagierten Vertreter*innen verschiedener Organisationen zu bearbeitende Schwerpunkte ausfindig gemacht und Prioritäten gesetzt. Zusätzlich sollen erste Ansätze und Vorschläge für Maßnahmen diskutiert und weitere Prozessschritte für den Aktionsplan überlegt werden.
Wie geht es dann weiter?
Das übergeordnete Ziel ist es, gemeinsam nachhaltige Lösungen und Maßnahmen für den Schutz vor geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt zu entwickeln. Alle interessierten Akteur*innen, Initiativen und Institutionen sind herzlich eingeladen, sich aktiv in diesen Prozess einzubringen. Über die weiteren Schritte und Beteiligungsmöglichkeiten halten wir Sie auf dem Laufenden.