Aktionsplan „Gewaltschutz“
Stand: 03.11.2026
Die Erstellung des ersten Gleichstellungsaktionsplanes der Stadt Erlangen wurde vom Stadtrat zum Thema "Gewaltschutz: Bekämpfung geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt" beschlossen.
#Mit dem Beitritt der Stadt Erlangen zur Charta der Gleichstellung im November 2025 ist die Stadt Erlangen verpflichtet, innerhalb von zwei Jahren einen ersten Aktionsplan zu erarbeiten und anschließend umzusetzen. Der Stadtrat wählte hierfür das Thema "Gewaltschutz: Bekämpfung geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt". Das übergeordnete Ziel ist es, gemeinsam nachhaltige Lösungen und Maßnahmen für den Schutz vor geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt zu entwickeln. Alle Interessierte, Initiativen und Institutionen sind herzlich eingeladen, sich aktiv in diesen Prozess einzubringen. Über die weiteren Schritte und Beteiligungsmöglichkeiten halten wir Sie auf dem Laufenden.
Erster Schritt: Bestandsaufnahme durch eine Organisations-Befragung
Im ersten Schritt wird eine umfassende Bestandsaufnahme durchgeführt. Dazu hat die Gleichstellungsstelle in Zusammenarbeit mit dem städtischen Fachbereich Statistik und Stadtforschung eine Online-Umfrage erstellt. Sie richtet sich an Organisationen und Institutionen, die
- im Bereich Gewaltschutz tätig sind oder
- in ihrer Arbeit mit gewaltbetroffenen Menschen in Kontakt kommen (könnten).
Durch eine breite Beteiligung lokaler Expertinnen und Experten soll zuerst ein möglichst ganzheitlicher und vielschichtiger Überblick der aktuellen Situation gewonnen werden.
Ziele der Umfrage sind:
- bestehende Angebotsstrukturen und mögliche Versorgungslücken sichtbar machen
- interne und externe Vernetzungsstrukturen aufzeigen sowie Synergien herausarbeiten
- Ansätze und Ideen für eine langfristige und nachhaltige Optimierung der Zusammenarbeit und Bedarfsdeckung sammeln
- Grundlage für die zukünftige, partizipative Maßnahmenentwicklung schaffen
Zweiter Schritt: Auftaktveranstaltung zur gemeinsamen Erarbeitung des Aktionsplanes
Die ersten Erkenntnisse der Umfrage werden in der Auftaktveranstaltung zur Erstellung des Gleichstellungsaktionsplans im November 2026 vorgestellt und diskutiert. An diesem Tag werden in einem breit angelegten Beteiligungsprozess mit Expertinnen und Experten aus dem Bereich Gewaltschutz und engagierten Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Organisationen zu bearbeitende Schwerpunkte ausfindig gemacht und Prioritäten gesetzt. Zusätzlich sollen erste Ansätze und Vorschläge für Maßnahmen diskutiert und weitere Prozessschritte für den Aktionsplan überlegt werden.
Dritter Schritt: Bevölkerungsbefragung zum Thema Gewaltschutz
Derzeit läuft eine Bevölkerungsbefragung der Stadt Erlangen unter dem Titel "Leben in Erlangen 2026".
Im Rahmen dieser Befragung gibt es einen eigenen Fragenblock zum Thema Gewalt und Gewalterfahrungen. Damit erhalten Sie als Bürger*in die Möglichkeit, Ihre Erfahrungen, Einschätzungen und Anregungen vollkommen anonym einzubringen. Die Ergebnisse der Bevölkerungsbefragung fließen in die weitere Maßnahmenentwicklung ein und tragen dazu bei, die Bedarfe und Perspektiven der Erlanger Bevölkerung umfassend zu berücksichtigen.
Nähere Informationen und den Link zur Befragung finden Sie hier!
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Gleichstellung & Geschlechtergerechtigkeit
Die Gleichstellungsstelle unterstützt alle Einwohner*innen Erlangens und die Beschäftigten der Stadtverwaltung Erlangen. Wir wollen in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens das Grundrecht auf Geschlechtergerechtigkeit verwirklichen und sehen dies als Querschnittsaufgabe an.
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