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Unwetter: Über 200 Einsätze - mehrere Bereiche noch gesperrt

Stand: 15.07.2026

Ein schweres Gewitter mit Sturmböen ist am frühen Dienstagabend über Erlangen und die Region gefegt. Allein im Stadtgebiet musste die Feuerwehr über 200 Mal ausrücken. Die Schwerpunkte lagen im südlichen Teil mit den Stadtteilen Frauenaurach, Bruck, Eltersdorf und Tennenlohe.

Bis in den frühen Mittwochmorgen waren hauptamtliche Mitarbeiter 

  • der Ständigen Wache
  • alle 13 Freiwilligen Feuerwehren sowie 
  • das Technische Hilfswerk mit insgesamt 250 Kräften 

im Einsatz. Die Schadensereignisse reichten von vollgelaufenen Kellern und Tiefgaragen, zahlreichen umgestürzten Bäumen oder beschädigten Dächern und anderem mehr.

Wie Stadtbrandrat Friedhelm Weidinger informiert, wurde aufgrund der noch zahlreichen offenen Einsatzstellen im Stadtgebiet am Abend überörtliche Hilfe angefordert. Dafür entsendete der Landkreis Fürth vier Feuerwehren mit fünf Einsatzfahrzeugen und der Landkreis Erlangen-Höchstadt eine Feuerwehr mit einem Drehleiterfahrzeug in die Hugenottenstadt.

Die Integrierte Leitstelle Nürnberg verzeichnete am Dienstagabend rund 3.000 Notrufe. Sie ist zuständig für die Städte Nürnberg, Fürth und Erlangen sowie die Landkreise Nürnberger Land, Fürth und Erlangen-Höchstadt.

Ein großer, umgestürzter Baum liegt quer über einer Parkbank und hat dabei Teile des Gehwegs und der Sitzbank angehoben und beschädigt, rundherum grüne Bäume und eine ruhige Parklandschaft. Folge des Unwetters (Foto: Feuerwehr Erlangen)

Vorsicht bei Aufräumarbeiten – gesperrte Bereiche beachten

Große Vorsicht ist geboten, immer noch können Bäume umstürzen. Auch bei Aufräumarbeiten im eigenen Keller sollte vor allem auf elektrische Geräte bzw. unter Wasser stehende Steckdosen oder ähnliches geachtet werden. Aktuell sind der Schlossgarten und unter anderem der Spielplatz im Regnitzgrund (nähe Damaschkestraße) gesperrt. Vereinzelt gibt es weitere Bereiche, die gesperrt wurden. Es drohen weitere Äste abzubrechen, Sperrungen müssen unbedingt beachtet werden. Die Stadt Erlangen empfiehlt allen Bürgerinnen und Bürgern die Warnapp NINA (Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes) zu installieren. Mit ihr wird neben Gefahrenlagen auch Unwetterwarnungen für den vorher definierten Ort samt Verhaltenstipps übermittelt.

Dank an Einsatzkräfte

Gemeinsam mit Oberbürgermeister Jörg Volleth dankte Zweite Bürgermeisterin und Feuerwehrreferentin Eva Linhart den überwiegend ehrenamtlichen Einsatzkräften für die Abarbeitung aller Schäden. Noch bis mindestens Ende der Woche werden ebenfalls zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des kommunalen Betriebs für Stadtgrün, Abfallwirtschaft und Straßenreinigung unterwegs sein, um gebrochene Äste zu beseitigen und verschmutzte Straßen und Wege zu reinigen. Zahlreiche Bäume müssen nach dem Gewittersturm zudem kontrolliert werden.

Weitere Informationen rund um das Thema Starkregen und Sturzflut gibt es im Internet unter www.erlangen.de/krisenvorsorge. Die Stadt informiert jeden Monat in der Reihe „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ die Bevölkerung.

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