Jugendhilfe in Strafverfahren; Informationen

Informationen

In Verfahren vor den Jugendgerichten wirkt die Jugendhilfe mit ("Jugendgerichtshilfe" im Sinne des § 38 Jugendgerichtsgesetz). Ihre Vertreterinnen und Vertreter bringen die "erzieherischen, sozialen und sonstigen in Hinblick auf die Ziele und Aufgaben der Jugendhilfe bedeutsamen Gesichtspunkte" im Jugendstrafverfahren zur Geltung und berichten der Staatsanwaltschaft bzw. dem Gericht über die Persönlichkeit, den Entwicklungsstatus und das Umfeld von beschuldigten Jugendlichen und Heranwachsenden, die noch nicht 21 Jahre alt sind. Ferner betreuen sie diese während des ganzen Verfahrens und prüfen frühzeitig, ob für sie Leistungen der Jugendhilfe in Betracht kommen und unterrichten die Staatsanwalt oder die Richterin/den Richter darüber. Der Bayerische Landesjugendhilfeausschuss hat fachliche Empfehlungen für die Mitwirkung der Jugendhilfe in Verfahren nach dem Jugendgerichtsgesetz verabschiedet. .

§ 52 Sozialgesetzbuch VIII; §§ 38, 50 Absatz 3 Jugendgerichtsgesetz

Jugendämter bei den Landratsämtern und kreisfreien Städten

www.blja.bayern.de/hilfen/strafverfahren


Regionale Ergänzung (Redaktionell verantwortlich: Stadt Erlangen)

Die Jugendhilfe im Strafverfahren begleitet Jugendliche und junge Volljährige, die noch nicht 21 Jahre alt sind, während des gesamten Strafverfahrens. Sie bringt die erzieherischen, sozialen und sonstigen in Hinblick auf die Ziele und Aufgaben der Jugendhilfe bedeutsamen Gesichtspunkte im Jugendstrafverfahren zur Geltung und prüft frühzeitig, ob Leistungen der Jugendhilfe in Betracht kommen.

Die Einleitung eines Strafverfahrens führt oft zu Verunsicherung und löst viele Fragen bei Jugendlichen, Heranwachsenden und deren Eltern aus. In dieser Situation versucht die Jugendhilfe im Strafverfahren zu helfen. Sie ist Anlaufstelle, sobald einem Jugendlichen (14 – 17 Jahre) oder Heranwachsenden (18 – 20 Jahre) eine Straftat vorgeworfen wird. Die Jugendhilfe im Strafverfahren erklärt den Ablauf des Verfahrens, weist auf mögliche Folgen hin und versucht gemeinsam mit den jungen Menschen Lösungen zu erarbeiten.

Die Jugendhilfe im Strafverfahren

  • ist erste Anlaufstelle "wenn's passiert ist".
  • erfüllt die gesetzliche Aufgabe des Jugendamtes in Strafverfahren gegen Jugendliche (14 – 17 Jahre) oder Heranwachsende (18 – 20 Jahre) mitzuwirken (gemäß § 52 SGB VIII, § 38 JGG)
  • erhält immer eine Mitteilung, wenn einem Jugendlichen oder einem Heranwachsenden eine Straftat vorgeworfen wird
  • bietet Beratung für junge Menschen und deren Eltern an
  • begleitet junge Menschen vor, während und nach einem Strafverfahren
  • betreut junge Menschen in Untersuchungshaft und in Strafhaft
  • bespricht mit dem jungen Menschen die Lebenssituation und Zukunftsperspektiven
  • vermittelt bei Bedarf weitere Beratungs- und Unterstützungsangebote
  • informiert über den Ablauf eines Strafverfahrens
  • klärt über die möglichen Folgen des Strafverfahrens auf
  • begleitet in der Hauptverhandlung
  • erstellt einen Bericht für die Staatsanwaltschaft und dem Gericht zur Lebenssituation
  • unterbreitet der Staatsanwaltschaft und dem Gericht einen Vorschlag zu pädagogischen Maßnahmen
  • organisiert und begleitet die vom Gericht angeordneten Weisungen und Auflagen
Stand: 09.06.2021
Redaktionell verantwortlich: Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales (siehe BayernPortal)

Besonderer Sozialdienst

Anschrift

Rathausplatz 1
91052 Erlangen

Öffnungszeiten

Montag: 08:00 - 12:00 Uhr und 14:00 - 18:00 Uhr
Dienstag: 08:00 - 12:00 Uhr
Mittwoch: 08:00 - 12:00 Uhr
Donnerstag: 08:00 - 14:00 Uhr
Freitag: 08:00 - 12:00 Uhr