Führerschein zur Fahrgastbeförderung; Beantragung
Wenn Sie gewerblich Fahrgäste befördern möchten oder gewerblich Krankenwagen fahren wollen, müssen Sie zusätzlich zum normalen Führerschein eine besondere Erlaubnis zur Fahrgastbeförderung beantragen.
Informationen
Wenn Sie Fahrgäste in einem Kraftfahrzeug befördern und für diese Beförderung eine Genehmigung nach dem Personenbeförderungsgesetz erforderlich ist, benötigen Sie zusätzlich zur allgemeinen Fahrerlaubnis eine Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung.
Eine Erlaubnis zur Fahrgastbeförderung benötigen:
- Taxifahrer
- entgeltlich tätige Mietwagen- und Limousinenfahrer
- Pkw-Fahrer im Linienverkehr
- Krankenwagenfahrer
- Fahrer, die Behinderte transportieren
- Fahrer im Schülerverkehr
- Fahrer, die im Rahmen eines Freiwilligendienstes Menschen befördern
Die Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung dient dem Schutz und der Sicherheit der beförderten Personen und stellt deshalb im Vergleich zur allgemeinen Fahrerlaubnis höhere Anforderungen an die Eignung und Verantwortung (Zuverlässigkeit) des Inhabers.
Sie kann für höchstens fünf Jahre erteilt und muss dann verlängert werden.
Eine Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung ist nicht erforderlich für
- Krankenkraftwagen der Bundeswehr, der Bundespolizei, der Polizei sowie der Truppe und des zivilen Gefolges der anderen Vertragsstaaten des Nordatlantikpaktes (NATO),
- Krankenkraftwagen des Katastrophenschutzes, wenn sie für dessen Zweck verwendet werden,
- Krankenkraftwagen der Feuerwehren und der nach Landesrecht anerkannten Rettungsdienste.
Wenn Sie im Besitz einer Fahrerlaubnis der Klasse D oder D1 sind, benötigen Sie eine Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung nur dann, wenn Sie ein Taxi führen.
- Für das Führen des Fahrzeugs notwendige EU- oder EWR-Fahrerlaubnis
- Mindestalter: 21 Jahre; bei Beschränkung auf Krankenkraftwagen: 19 Jahre
- persönliche Zuverlässigkeit
- geistige und körperliche Eignung
- ausreichendes Sehvermögen
- Besitz der EU-/EWR-Fahrerlaubnis der Klasse B (oder einer entsprechenden Fahrerlaubnis) seit mindestens zwei Jahren (bei Beschränkung der Fahrgastbeförderung auf Krankenkraftwagen seit mindestens einem Jahr) oder zweijähriger Besitz der Fahrerlaubnis innerhalb der letzten fünf Jahre
- falls die Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung für Krankenkraftwagen gelten soll: Teilnahme an einer Schulung in Erster Hilfe
- falls die Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung für Taxen gelten soll: Bestehen einer Ortskundeprüfung
Sie müssen den Antrag auf Verlängerung bei der Führerscheinstelle Ihres Wohnortes zusammen mit den erforderlichen Unterlagen einreichen.
Die Führerscheinstelle holt u.a. eine Auskunft aus dem Fahreignungsregister ein.
Nach der Prüfung erhalten Sie entweder die Erlaubnis oder einen Ablehnungsbescheid.
Sie benötigen folgende Unterlagen:
- gültiger Personalausweis oder Reisepass mit amtlicher Meldebescheinigung
- EU-Kartenführerschein
- erweitertes Führungszeugnis (nicht älter als 1 Jahr)
- Gutachten eines Arbeits- oder Betriebsmediziners oder Gutachten einer amtlich anerkannten Begutachtungsstelle für Fahreignung (PMU - medizinisch-psychometrische Untersuchung)
- Bescheinigung oder Zeugnis über das Sehvermögen (nicht älter als 2 Jahre)
- Zeugnis oder Gutachten über die körperliche und geistige Eignung (nicht älter als 1 Jahr)
- bei Fahrerlaubnis für Taxi: Nachweis über Ortskundeprüfung
- bei Fahrerlaubnis für Krankenkraftwagen: Nachweis über die Teilnahme an einer Schulung in Erster Hilfe
- Ersterteilung: 43,90 Euro EUR
-
bei anlassbezogener Eignungsbegutachtung zusätzlich: 25,60 EUR
Redaktionell verantwortlich: Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration (siehe BayernPortal)
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