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Große Grundwasser-Stichtagsmessung in der Region

Stand: 14.10.2026

Mehr als 1.000 Messstellen und Brunnen werden gemessen. Die erfassten Daten werden digital zusammengeführt und intelligent aufbereitet. Sie dienen der Beurteilung, ob Grundwasser und Untergrund zum Heizen, Kühlen oder Speichern von Wärme genutzt werden können.

Die Technische Universität München (TUM) und die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) erfassen zwischen Montag und Freitag, 19. bis 23. Oktober, in einer einwöchigen Messkampagne die aktuelle Grundwassersituation in der Region. Beteiligt sind auch das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU), das staatliche Wasserwirtschaftsamt Nürnberg und die Städte Nürnberg, Erlangen, Fürth und Schwabach. 

Warum gibt es die Erfassung?

Es geht insbesondere darum herauszufinden, 

  • wie tief das Grundwasser steht
  • wie warm es ist und 
  • wie sich die Verhältnisse in der Region unterscheiden. 

In diesem Zeitraum werden an mehr als 1.000 Messstellen und Brunnen der Stand und die Temperatur des Grundwassers gemessen. 

Die einzigartige Momentaufnahme der regionalen Grundwassersituation soll eine wichtige Grundlage für das prinzipielle Systemverständnis von Grundwasser und Untergrundtemperatur im Großraum Nürnberg-Erlangen-Fürth-Schwabach bieten. So können beispielsweise 

  • Bauvorhaben besser geplant
  • die Entnahme von Grundwasser durch Brunnen nachhaltiger gesteuert und 
  • gleichzeitig das Grundwasser selbst besser geschützt werden. 

In der kommunalen Wärmeplanung und bei der Beurteilung, ob Grundwasser und Untergrund zum Heizen, Kühlen oder Speichern von Wärme genutzt werden können, sind die Ergebnisse der Stichtagsmessung essenziell. Damit Städte und Behörden die Erkenntnisse künftig einfacher für Planungs- und Genehmigungsverfahren nutzen können, werden die erfassten Daten digital zusammengeführt und intelligent aufbereitet.

Die vier Städte sowie das Wasserwirtschaftsamt stellen vorhandene Daten zu Messstellen und Grundwasser bereit. Außerdem bringen sie ihre Ortskenntnis ein und helfen bei der Organisation und Durchführung. In Nürnberg knüpft die Messkampagne an das langjährige kommunale Grundwassermonitoring an. Die gemeinsame Stichtagsmessung erweitert diesen Blick über die Stadtgrenzen hinaus auf den Großraum.

Seit Beginn ist das städtische Amt für Umweltschutz und Energiefragen im intensiven Austausch mit der TUM, damit eine breite Datenbasis erstellt werden konnte. Hierbei wurden Grundwasserdaten zur Verfügung gestellt. Dadurch konnte das Messstellennetz des LfU erweitert und angepasst werden. An der Stichtagsmessung im Stadtgebiet werden sich auch städtische Beschäftigte beteiligen.

Auf dem Bild ist ein geöffneter Grundwassermessbrunnen auf einer Wiese zu sehen, aus dem mithilfe eines Schlauchs eine Wasserprobe entnommen wird; am Rand stehen Personen mit festem Schuhwerk.Pegel Grundwassermessung (Foto: Umweltamt)

Ein Teil der Messstellen und Brunnen befindet sich auf privaten, landwirtschaftlich oder gewerblich genutzten Grundstücken. Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Betreiber können die Messkampagne unterstützen, indem sie den Messteams den Zugang zu den Messstellen ermöglichen.

Das Messpersonal führt ein offizielles Begleitschreiben mit sich. Angaben zu Eigentümerinnen und Eigentümer oder Betreibern werden vertraulich behandelt und nicht veröffentlicht.

Die Messkampagne ist Teil des Forschungsprojekts GeoMaN (Schaffung von Grundlagendaten und Konzepten für das Geologische Untergrund-Management in der „Metropolregion Nürnberg“) der Technischen Universität München und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. 

Das Projekt wird vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz finanziert. Begleitet wird es vom Geologischen Dienst des Bayerischen Landesamts für Umwelt.

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