Shlomo-Lewin & Frida Poeschke-Gedächtnispreis
Stand: 19.12.2025
Um Shlomo Lewin und Frida Poeschke zu gedenken, vergeben die Stadt Erlangen und das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration gemeinsam einen Preis für zivilgesellschaftlichen Einsatz gegen Antisemitismus, Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit.
Über Shlomo Lewin und Frida Poescke
Am 19. Dezember 1980 wurden Frida Poeschke und Shlomo Lewin ermordet. Beide hatten sich viele Jahre für den Dialog zwischen Judentum- und Christentum, für Toleranz und gegen Faschismus und Antisemitismus engagiert.
Shlomo Lewin, geboren am 13. Mai 1911 in Jerusalem, ließ sich wie sein Vater zum Rabbiner ausbilden. In der Zeit des Nationalsozialismus wanderte er nach Palästina aus und kehrte erst1960 nach Deutschland zurück. In Erlangen lernte er seine spätere Lebensgefährtin Frida Poeschke (geb. am 23. Mai 1923) kennen, die Witwe des ehemaligen Oberbürgermeisters Michael Poeschke.
Beide engagierten sich intensiv für den jüdisch-christlichen Dialog. Lewin übernahm 1975 den geschäftsführenden Vorsitz der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Franken. Er plante die Gründung der Jüdischen Gemeinde Erlangen.
Am 19. Dezember 1980 wurden Frida Poeschke und Shlomo Lewin in ihrem Haus in der Ebrardstraße erschossen. Als Täter des ersten antisemitischen Mordanschlags in Deutschland nach 1945 gilt ein Mitglied der Wehrsportgruppe Hoffmann (WSG). Die Tat ist bis heute nicht vollständig aufgeklärt.
Wer sich bewerben kann
Der Preis kann alle drei Jahre verliehen werden. Hierfür stehen in jedem Turnus insgesamt bis zu 15.000 Euro zur Verfügung. Auszeichnungswürdig sind Leistungen,
- die sich beispielsweise gegen Antisemitismus oder Rassismus oder gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit stellen
- die sich für die Entfaltung jüdischen Lebens einsetzen
- die den interkulturellen und interreligiösen Dialog mit den jüdischen Organisationen.
Die Summe kann auf bis zu drei Preisträger zu gleichen oder unterschiedlichen Teilen aufgeteilt werden. Zusätzlich ist die Verleihung einer undotierten Ehrenurkunde möglich.
Der Preis kann als Ehren- oder als Förderpreis verliehen werden. Geehrt werden können
- sowohl konkrete, bereits in Bayern durchgeführte Projekte
- Verdienste einer natürlichen oder juristischen Person mit Wohnsitz oder Sitz in Bayern.
Als Förderpreis kann er an ausgearbeitete Projektideen verliehen werden. Besonders, wenn eine anderweitige Förderung als unwahrscheinlich gilt.
Über das Vorschlagsrecht
Ein Vorschlagsrecht für den Shlomo-Lewin & Frida-Poeschke-Gedächtnispreis haben insbesondere
- • die Fraktionen und Ausschussgemeinschaften im Erlanger Stadtrat
- die Oberbürgermeisterin bzw. der Oberbürgermeister der Stadt Erlangen
- die Staatsministerin oder der Staatsminister des Innern des Freistaats Bayern
- die Mitglieder der Jury.
Vorschläge können aber auch von allen Bürgerinnen und Bürgern eingereicht werden.
Für eine Auszeichnung können Vorschläge für preiswürdige Leistungen fortwährend eingereicht werden. Im Jahr 2026 werden Vorschläge berücksichtigt, die bis zum 27. Januar 2026 eingehen. Eingereicht werden muss eine Projektskizze, die inhaltlich mindestens eine der drei Vergabekriterien erfüllt.
Einreichungen von Vorschlägen
Kontaktstelle für die Einreichung von Vorschlägen und die Verleihung des Shlomo-Lewin & Frida-Poeschke-Gedächtnispreises ist die
Stadt Erlangen
Bürgermeister- und Presseamt
13-2/Gedächtnispreis
91051 Erlangen
oder per E-Mail an: gedaechtnispreis@stadt.erlangen.de.
Telefon: 09131/862400
Shlomo-Lewin & Frida-Poeschke
Repro & Copyright: ISFBB e.V.ISFBB e.V.
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Gedenken: Shlomo Lewin und Frida Poeschke
40 Jahre Lewin- und Poeschke-Mord: Am 19. Dezember 1980 wurden Frida Poeschke und Shlomo Lewin ermordet. Beide hatten sich viele Jahre für den Dialog zwischen Juden- und Christentum, für Toleranz und gegen Faschismus und Antisemitismus engagiert.
Gedenken gestalten
In der Zeit des Nationalsozialismus wurden aus der Heil- und Pflegeanstalt 905 Patient*innen in den Tötungsanstalten Hartheim/Linz und Pirna-Sonnenstein ermordet. Darüber hinaus starben zwischen 1939 und 1945 insgesamt 1906 Patient*innen, davon mindestens 700 an "Hungerkost" und struktureller Vernachlässigung.
Historisch Interessierte & Gedenken
Erlangen hat eine lange Geschichte, mit sowohl positiven als auch negativen Ereignissen.
Gedenken: Shlomo Lewin und Frida Poeschke
40 Jahre Lewin- und Poeschke-Mord: Am 19. Dezember 1980 wurden Frida Poeschke und Shlomo Lewin ermordet. Beide hatten sich viele Jahre für den Dialog zwischen Juden- und Christentum, für Toleranz und gegen Faschismus und Antisemitismus engagiert.
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In der Zeit des Nationalsozialismus wurden aus der Heil- und Pflegeanstalt 905 Patient*innen in den Tötungsanstalten Hartheim/Linz und Pirna-Sonnenstein ermordet. Darüber hinaus starben zwischen 1939 und 1945 insgesamt 1906 Patient*innen, davon mindestens 700 an "Hungerkost" und struktureller Vernachlässigung.
Historisch Interessierte & Gedenken
Erlangen hat eine lange Geschichte, mit sowohl positiven als auch negativen Ereignissen.
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