FAQs zum Haushalt 2027
Stand: 28.09.2026
Mit den Haushaltsberatungen beginnt der Stadtrat auch die Prüfung umfassender Konsolidierungsmöglichkeiten.
Ziel ist es,
- die finanzielle Handlungsfähigkeit der Stadt langfristig zu sichern
- die laufenden Verwaltungsausgaben zu begrenzen und
- den Abbau der Kassenkredite voranzutreiben.
Die Möglichkeiten werden im November und Dezember 2026 in den Ausschüssen beraten. Die Maßnahmen sollen anschließend gemeinsam mit dem Haushalt am 21. Januar 2027 beschlossen werden.
Das Konsolidierungspaket soll dazu beitragen, die städtischen Finanzen nachhaltig zu stabilisieren und die Voraussetzungen für eine tragfähige Haushaltsplanung in den kommenden Jahren zu schaffen.
Video mit Oberbürgermeister Jörg Volleth vom 25. September 2026:
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Antworten auf häufige Fragen
Erlangen steht – wie viele Kommunen in Deutschland und Bayern – vor erheblichen finanziellen Herausforderungen. Steigende Sozial- und Personalkosten, hohe Baukosten sowie die Belastung durch Kassenkredite schränken den finanziellen Handlungsspielraum der Stadt ein. In Erlangen belasten zusätzlich hohe Gewerbesteuerrückzahlungen aus dem Jahr 2024 sowie rückläufige Gewerbesteuereinnahmen die finanzielle Lage. Dadurch ist die Stadt verstärkt auf sogenannte Kassenkredite angewiesen.
Um die finanzielle Situation langfristig zu verbessern und den Abbau der Kassenkredite voranzutreiben, sind weitere Einsparungen und strukturelle Verbesserungen erforderlich.
Parallel zum Haushaltsentwurf 2027 am 24. September 2026 wurde ein umfassendes Konsolidierungspaket eingebracht. Die Stadtverwaltung hat dem Stadtrat nun eine weitere Liste mit Möglichkeiten vorgelegt, wie Ausgaben und Leistungen reduziert sowie Einnahmen verbessert werden können. Damit soll ab dem Haushaltsjahr 2027 eine Verbesserung des Ergebnishaushalts in Höhe von knapp 8,5 Millionen Euro jährlich erzielt werden.
Darüber hinaus werden Konsolidierungsmöglichkeiten in den Folgejahren 2028 bis 2030 vorgestellt. Für die Jahre 2028 und 2029 werden aber noch nicht die von der Regierung geforderten Einsparsummen erreicht. Auch nach der jetzigen Konsolidierungsrunde müssen für die Folgejahre also weitere Einsparmöglichkeiten gesucht werden.
Die Liste ist abrufbar im Ratsinformationssystem
Der Stadtrat hat in den Jahren 2025 und 2026 bereits Konsolidierungsmaßnahmen mit einem Gesamtvolumen von rund 68,1 Millionen Euro bis 2028 beschlossen. Dazu gehören unter anderem Effizienzsteigerungen, Standardabsenkungen sowie Anpassungen bei Gebühren und Steuern. Das Einsparvolumen wurde durch weitere Beschlüsse im November 2025 und April 2026 erhöht.
Die bereits beschlossenen Maßnahmen reichen nicht aus, um die finanziellen Herausforderungen der Stadt vollständig zu bewältigen. Die Regierung von Mittelfranken hat als Rechtsaufsichtsbehörde zusätzliche Einsparungen in der laufenden Verwaltungstätigkeit gefordert. Bis 2029 sollen weitere 29 Millionen Euro eingespart werden, um den Abbau der Kassenkredite zu ermöglichen.
Seit Oktober 2024 gilt in der Stadtverwaltung eine sechsmonatige Wiederbesetzungssperre. Freiwerdende Stellen bleiben zunächst unbesetzt. Dadurch werden jährlich rund 7,5 Millionen Euro eingespart. Neue Stellen werden nur in zwingend erforderlichen Bereichen, insbesondere in Bildung und Betreuung, geschaffen. Diese werden durch Stelleneinzüge in anderen Bereichen gegenfinanziert. Dadurch entstehen weitere Einsparungen von rund 500.000 Euro.
Ein wichtiger nächster Schritt ist die Beratung in den Fachausschüssen im November. Dort werden die einzelnen Möglichkeiten
- diskutiert
- hinsichtlich ihrer Auswirkungen bewertet und
- gegebenenfalls angepasst.
Die öffentlichen Sitzungen können von allen Interessierten besucht werden (hier gibt es die Termine). Die Unterlagen werden spätestens eine Woche vor der Sitzung im Ratsinformationssystem veröffentlicht.
Die Fachausschüsse beraten und begutachten die Vorschläge im November, ebenso der Haupt-, Finanz- und Personalausschuss des Erlanger Stadtrats im Dezember. Die Maßnahmen sollen anschließend gemeinsam mit dem Haushalt am 21. Januar 2027 beschlossen werden.
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Referat II - Wirtschaft und Finanzen
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