Nahverkehrsplan Erlangen
Stand: 08.12.2025
Der Nahverkehrsplan stellt die Grundlage für die zukünftige Entwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Erlangen dar.
Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 27. November 2025 den Nahverkehrsplan (NVP) 2025 beschlossen, der die Weiterentwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) fortsetzt. Der NVP 2025 bildet für die kommenden fünf Jahre den Rahmen für die Weiterentwicklung des Stadtverkehrs in Erlangen. Er legt fest,
- wo das Angebot gezielt verbessert
- wo optimiert und
- wo flexibel auf künftige Entwicklungen reagiert werden kann.
Ziel ist es, den öffentlichen Nahverkehr in Erlangen dauerhaft attraktiv, klimafreundlich, barrierefrei und zukunftssicher zu gestalten. Er definiert
- Qualitätsstandards
- legt Zielvorstellungen fest und
- bildet die Grundlage für zukünftige Entscheidungen – von Liniengenehmigungen bis zur Förderung von Investitionen.
Zahlreiche Verbesserungen
Der zuletzt 2021 beschlossene Nahverkehrsplan hat bereits zahlreiche Verbesserungen auf den Weg gebracht, die das Angebot im Stadtverkehr deutlich gestärkt haben. Dazu zählen
- die Einführung der Linie 280 von Spardorf über das Uni-Südgelände und den Siemens-Campus nach Büchenbach
- der Ausbau des Busverknüpfungspunkts Lindnerstraße
- die Vereinheitlichung von Linienführungen und Taktsystemen
- der Einsatz von Linienbedarfsverkehren sowie
- der kostenlose Innenstadtbereich.
Auch neue Linien wie die KlinikLinie, die erweitert wurde und seit Ende 2023 als CityLinie unterwegs ist, werden von den Fahrgästen sehr gut angenommen.
Nach den Einschränkungen während der Corona-Pandemie und angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels konnte das Angebot zuletzt wieder stabilisiert und vereinheitlicht werden. Damit wurde die Grundlage geschaffen, um das Erlanger Nahverkehrsnetz weiterzuentwickeln. Der sogenannte Modal Split – also die Aufteilung der Verkehrswege auf verschiedene Verkehrsmittel – zeigt dabei Potenzial für eine steigende Nachfrage zugunsten des ÖPNV, insbesondere wenn künftig die Stadt-Umland-Verkehre stärker integriert werden.
Bessere Vernetzung als Ziel
Mit der Fortschreibung des Nahverkehrsplans werden bestehende Planungsgrundlagen gefestigt und um neue Optionen ergänzt. Ziele sind
- eine noch bessere Vernetzung
- eine höhere Angebotsqualität und
- mehr Flexibilität im Betrieb.
Das künftige Liniennetz soll auf Hauptachsen setzen, die für Taktverdichtung und bessere Erreichbarkeit sorgen. Kürzere Reisezeiten, weniger Umsteigezwänge durch verlängerte Buslinien und eine bessere Anbindung bislang schwächer versorgter Stadtteile sind ebenso Teil der Planungen wie klar strukturierte Umstiegspunkte und eine stärkere Integration regionaler Verkehre. Neu sind zudem präzisere Qualitätsstandards für Betrieb, Infrastruktur und Service – etwa durch Maßnahmen zur Busbeschleunigung, den Ausbau dynamischer Fahrgastinformationssysteme oder ein kontinuierliches Qualitätsmonitoring. Auch eine Kategorisierung der Haltestellen wurde eingeführt, um Ausstattung und Barrierefreiheit künftig systematisch zu verbessern.
Plan zeigt Handlungsoptionen
Trotz angespannter Haushaltslage und begrenzter finanzieller Spielräume setzt der NVP 2025 auf gezielte Optimierungen und flexible Strukturen. Neue kostenintensive Linienführungen können derzeit nicht umgesetzt werden, dennoch eröffnet der Plan eine Reihe von Handlungsoptionen, die bei Verfügbarkeit zusätzlicher Mittel aktiviert werden können. Dazu zählen unter anderem
- eine verbesserte Anbindung der Nürnberger Straße
- der Kolde- und Karl-Zucker-Straße
- des Bezirksklinikums
- des Gewerbegebiets Frauenauracher Straße
- sowie der Stadtteile Büchenbach, Häusling, Steudach und Frauenaurach.
Auch neue Verbindungen in Richtung Neunkirchen und den Landkreis Forchheim oder eine engere Verknüpfung zwischen Erlangen und Fürth per Bus sind als Optionen vorgesehen. Darüber hinaus ermöglicht der Plan, im Zusammenhang mit der Stadt-Umland-Bahn weitere Vorplanungen aufzunehmen.
Umfassendes Beteiligungsverfahren
Die Fortschreibung des Nahverkehrsplans wurde in einem umfassenden Beteiligungsverfahren erarbeitet. Neben Verkehrsunternehmen und Aufgabenträgern waren auch das Forum Mobilität, Behindertenvertretungen sowie die Orts- und Stadtteilbeiräte eingebunden. Die Rückmeldungen aus diesen Runden sind in die Planung eingeflossen.
Der Nahverkehrsplan (NVP) ist das wesentliche Planungsinstrument der kommunalen Aufgabenträger für die Ausgestaltung und Entwicklung des ÖPNV. Er legt die Anforderungen an den Umfang und an die Qualität des Verkehrsangebots fest. Dabei werden die Barrierefreiheit und der Klimaschutz als wichtige Bestandteile berücksichtigt. Außerdem beinhaltet der NVP die Ziele für die Entwicklung des ÖPNV. Er legt unter anderem fest, wo welche Buslinien in der Stadt fahren sollen, damit allen Bevölkerungsgruppen ein zuverlässiges, barrierefreies und klimafreundliches Verkehrsmittel zur Verfügung steht.
Der NVP ist nicht nur ein Planungsinstrument, sondern auch die Voraussetzung für die Genehmigungen von Buslinien und für Fördermittel. Verankert sind diese Regelungen im Personenbeförderungsgesetz (PBefG) sowie im bayerischen ÖPNV-Gesetz (BayÖPNVG).
Die Stadt Erlangen hat den NVP mit einem breit angelegten Beteiligungsverfahren erarbeitet. Folgende Vertreterinnen und Vertreter wurden beteiligt:
- Politik und Verwaltung
- Betroffene Verkehrsunternehmen und Nachbarkommunen (Stadt Fürth, Stadt Nürnberg, Landkreis Erlangen-Höchstadt und Landkreis Forchheim)
- Orts- und Stadtteilbeiräte
- Interessenvertretungen, Verbände, Behindertenvertretungen
- Erlanger Stadtwerke Stadtverkehr GmbH (ESTW)
In mehreren Workshops und Sitzungen – darunter dem „Forum Mobilität“ und dem „Arbeitskreis Nahverkehrsplan“ – wurden die Planungen diskutiert und kontinuierlich weiterentwickelt. Rückmeldungen und Stellungnahmen aus den Sitzungen, aber auch im Rahmen eines umfangreichen Anhörungsverfahrens wurden geprüft und in den finalen Plan aufgenommen.
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